16.06.2017

Tipps für die Ferien mit der Familie

Ab in den Urlaub – aber wie?

Familienurlaub ist eine besondere Herausforderung. Die Ansprüche von Eltern und Kindern müssen unter einen Hut gebracht werden. Dabei bedeutet Erholung für die einen Baden und Strand, für andere Land und Leute. Und dann sollte noch die Sache mit der Unterkunft geklärt werden.

Campingurlaub ist Urlaub in der Natur (Foto links). Tierisches Programm für Kinder gibt es auf dem Bauernhof (unten links), aber auch ein Urlaub in der heimischen Hängematte kann erholsam sein (unten rechts). | Foto: istockphoto

Oft ist es für Familien nicht leicht, sich auf ein Urlaubsziel in den heiß ersehnten Sommerferien festzulegen. Ist dies dann geschafft, kommt die Frage auf: „Welche Art von Urlaub wollen wir machen?“ Camping oder Hotel? Oder doch lieber eine Ferienwohnung auf einem Bauernhof? Jugendherberge und Ferienstätten bieten neben der Unterbringung oft auch noch Freizeitanimationen. Ebenso manche Hotels. Hier ein kleiner Überblick:

Camping:
Vier Millionen Deutsche entscheiden sich jedes Jahr für Urlaub in Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil. Dabei kann Camping heute alles bedeuten: von purer Natur bis zum Luxusurlaub. Die Bandbreite der Campingplätze geht von schlichten Naturplätzen bis zu luxoriösen Anlagen. Der große Vorteil beim Camping: Man ist viel draußen, ortsungebunden und flexibel. Und wer ein fremdes Land erkunden möchte, kann sich mit seiner mobilen Unterkunft problemlos von Ort zu Ort bewegen. Bei dauerhaft schlechtem Wetter kann es im Wohnwagen oder Zelt allerdings mächtig eng werden.

Hotel:
Ein Hotelurlaub mit Kindern klingt auf den ersten Blick nach echter Auszeit. Um Mahlzeiten, Wäsche und Reinigung braucht man sich nicht zu kümmern, das Hotel bietet einen kompletten Service an. Vor allem größere Hotels und Clubanlagen haben Spielplätze, Kinderanimation und Betreuungsangebote. Der Nachteil: Der strukturierte Tagesablauf und die festen Mahlzeiten passen nicht immer zu den Bedürfnissen von Familien, andere Gäste können sich durch weinende oder laut spielende Kinder gestört fühlen.

Ferienwohnung:
Ferienhäuser und Ferienwohnungen sind deutlich günstiger als ein Hotel und bieten darüber hinaus mehr Platz und Privatsphäre. Die Familien sind in ihrem Urlaubsdomizil unabhängig im Tagesablauf, müssen dafür allerdings selbst putzen und kochen und sich versorgen.

Bauernhof:
Die mit Abstand größte Zielgruppe, die sich für einen Urlaub auf dem Bauernhof interessiert, sind Familien mit kleinen Kindern. So richten immer mehr Landwirte Gästezimmer und Ferienwohnungen ein. Auf den Höfen bieten sie vielfältige Aktivitäten an wie die Pflege der Hoftiere, Fahrten mit dem Traktor, Reitmöglichkeiten, Spielen und Schlafen im Stroh, Stockbrot backen – und das oft in reizvoller Umgebung in ländlicher Lage.
Und für alle Familienmitglieder gibt es oft frische und natürliche Lebensmittel direkt vom Hof.

Familienferienstätte:
Auch Familienferienstätten, kirchliche Heimvolkhochschulen und Bildungshäuser bieten Urlaubswochen für Familien an. Es gibt Familienappartments, Vollverpflegung, Angebote für Groß und Klein und meistens auch ein Motto, unter dem die Ferienwoche steht. In diesen Häusern können sich Familien und Generationen begegnen, austauschen und erholen. Alle Häuser, die über ganz Deutschland verteilt liegen, setzen dabei Schwerpunkte: Erlebnispädagogik, Gesundheit und Umwelt, musisches und kreatives Gestalten oder Sport. Ein besonderes Anliegen ist es auch, Familien in belasteten Lebenssituationen Urlaub zu ermöglichen.

Urlaub zu Hause:
Kein Kofferpacken, keine langen Staus, keine überlaufenen Badestrände: Auch wer im Urlaub nicht wegfährt, kann sich erholen. Jeder fünfte Bundesbürger bleibt aus verschiedensten Gründen im Sommer zu Hause. Familien sollten die wertvolle Zeit jedoch nicht mit Erledigungen und Aufräumen verschwenden, sondern sich Glanzpunkte gönnen, Zeit füreinander haben und sich einmal anders als im Alltag erleben. Auch ein Urlaub zu Hause sollte geplant werden.

Astrid Fleute