15.11.2017

Neue Messdieneraktion

Alle Bilder sind willkommen

Jedes Jahr erscheint im Kirchenboten eine Beilage mit den neuen Ministranten der Gemeinden. Jetzt ist es wieder soweit: Ab sofort dürfen Fotos geschickt werden! Für uns ist die Aktion der Anlass, auch einmal auf die eigene Zeit als Aktiver zurückzublicken.

„Das kommt überhaupt nicht infrage!“ Wir Messdiener saßen in der Kirchenbank, um für einen großen Gottesdienst zu üben. Natürlich mit Weihrauch. Und irgendjemand hatte die Frage gestellt, ob wir denn das Fass auch mal zum Überschlag bringen dürften. Der Pfarrer machte ein grimmiges Gesicht – so kannten wir ihn gar nicht. Eine Sekunde später war das gewohnte Grinsen wieder da und er fügte in fast unschuldigem Ton hinzu: „Wir durften das früher immer nur am zweiten Weihnachtstag.“

Wenn ich manchmal gefragt werde, ob ich früher Messdiener war, dann habe ich oft diese Szene vor Augen. Natürlich haben wir uns das mit Weihnachten gemerkt. Mein Freund und ich – ein eingespieltes Weihrauchteam – hatten am betreffenden Tag Dienst. Es hatte sich herumgesprochen, was wir vorhatten – und so standen wir unter erhöhter Beobachtung. Mit Herzklopfen gelang es mir schließlich, beim Sanctus das Fass einmal überschlagen zu lassen. Zwar hatte ich nicht gerade mit Beifall gerechnet, aber die Reaktionen waren dann doch eher ernüchternd: Viele Gottesdienstbesucher haben es wahrscheinlich nicht einmal bemerkt …

Messdiener spielen im Leben jeder Gemeinde eine wichtige Rolle. Ohne die Mädchen und Jungen ist die Liturgie eigentlich nicht möglich. Deshalb legen der der Kirchenbote und das Diözesanjugendamt auch großen Wert darauf, dass in jedem Jahr eine Beilage erscheinen kann, in der alle neuen Ministranten abgebildet sind. In diesen Wochen werden die neuen „Minis“ in vielen Gemeinden aufgenommen, deshalb rufen wir jetzt auch erneut dazu auf, uns Fotos zu schicken – per E-Mail: messdiener@kirchenbote.de oder per Post. Im vergangenen Jahr bekamen wir übrigens zum ersten Mal ein Bild mit erwachsenen Messdienern. Das zeigt deutlich, dass dieser Dienst kein „Kinderkram“ ist.

Im Vordergrund der Messdiener­aktion steht in jedem Jahr der Gedanke „Dabei sein ist alles“. In einem gerade verschickten Schreiben an die Verantwortlichen für die Ausbildung der Messdienerinnen und Messdiener in den Kirchengemeinden heißt es, es gehe nicht um das spektakuläre Foto: „Alle Bilder sind uns willkommen“, schreiben Ulrich Waschki, Chefredakteur des Kirchenboten und Timo Hilberink, Referent für Ministrantenpastoral.

Gleichwohl wird am Ende eine Jury das schönste und kreativste Foto auswählen. Die Gewinnergemeinde darf dann im Laufe des Jahres mit den neuen Ministranten (und natürlich erwachsenen Begleitern) das Diözesanmuseum besichtigen, wo es eine kindgerechte Führung gibt. Schönheit ist also gefragt, aber kein unbedingtes Muss: Wem einfach nur daran gelegen ist, dass seine neuen „Minis“ in die Zeitung kommen, sollte sich vom Wettbewerbscharakter nicht abschrecken lassen.

Wichtig sind die technischen Bedingungen (siehe unten) und auch, dass die Übertragung klappt. Deshalb gibt es für alle Fotos nach wenigen Tagen eine Eingangsbestätigung. Erfolgt diese nicht, bitten wir darum, noch einmal nachzufragen.

Einsendeschluss ist der 3. Januar 2018, am 4. Februar soll die Beilage im Kirchenboten erscheinen. Also ausreichend Zeit, die Kinder einmal für ein Fotoshooting zusammenzutrommeln.

Matthias Petersen


Bedingungen für die Fotos

Nicht jedes Foto lässt sich in der Zeitung abdrucken. Eine wesentliche Voraussetzung ist eine ausreichende Pixelzahl. Zwar lassen sich heute mit vielen Handys schon scheinbar gute Ergebnisse erzielen, oft werden die Bilder aber automatisch heruntergerechnet, so dass die Auflösung am Ende nicht ausreichend ist. Deshalb unsere große Bitte: Legen Sie Wert auf eine gute Kamera, vermeiden Sie den schnellen Schnappschuss. Ein mit einer Größe von nur 100 kb abgespeichertes Bild lässt sich nicht verwenden. Falls Sie unsicher sind, rufen Sie an: 05 41/31 86 22.