Gebetsschule der Osnabrücker Domgemeinde

Beten! Tanzen! Küssen!

Manche Menschen haben ein starres Bild von Betern im Kopf: Sie stellen sich ältere Damen  vor, die in der Kirche knien. Doch Beten ist an allen Orten möglich und an keine Körperhaltung gebunden – das will die Osnabrücker Domgemeinde St. Petrus mit dem diesjährigen Programm der „Gebetsschule“ zeigen.

 

Geplant sind unter anderem Veranstaltungen bei den Stadtwerken, der Feuerwehr, in der Polizeidirektion und in den Räumen der Bundesstiftung Umwelt - nach dem Motto „Beten nebenan“.

„Es gibt keinen Ort, an dem nicht gebetet werden kann“, sagt Lucia Zimmer, die als Pastoralreferentin in der Domgemeinde tätig ist und an der Vorbereitung des Programms zur Gebetsschule beteiligt war. So wie es auch keine starre Form des Betens gebe. „Beten ist Im-Gespräch-sein mit Gott“, sagt Zimmer, es sei eine Grundhaltung, geprägt vom Wunsch, mit Gott in Beziehung zu treten. Das will die Gebetsschule in diesem Jahr vermitteln.

Zum Team, das das Programm der Gebetsschule erarbeitet hat, gehören als Mitglieder des Pfarrgemeinderates Susanne Reinartz, Annette Brinkmann, Cäcilia Beßmann und Barbara Kreib. Reinartz, Lehrerin für Religion und Kunst, bietet die Veranstaltung „Malen ist beten“ an, ein Angebot, einen kreativen Zugang zur Zwiesprache mit Gott zu finden (Donnerstag, 24. November, 19.30 Uhr, Pernickelmühle). Eine Anmeldung ist erforderlich.

Die Zusammenhänge zwischen Beten und Erotik wird Wunibald Müller aus Münsterschwarzach erläutern. Er spricht am Donnerstag, 17. November, um 19.30 Uhr im Forum am Dom zum Thema „Vom Munde seines Kusses trunken: Küssen ist beten“.

Wie Tanzen und Beten zusammenhängen, wird am Mittwoch, 9. November, deutlich: Ab 20 Uhr tanzen Charles Watkins und Michael Hull sowie Tänzerinnen und Tänzer der Ballettschule Bettina Escano Papoli-Barawati zum Psalm 23. Über die tröstende und heilende Wirkung der Klage-Psalmen spricht Pastoralreferentin Lucia Zimmer in einer Veranstaltung speziell für Senioren am Mittwoch, 2. November, ab 15.30 Uhr im Gemeindezentrum Pernickelmühle.

Während der Gebetsschule wird im Forum am Dom eine Fotoausstellung mit Bildern von Regina Maria Suchy gezeigt. Die Fotografin hat in Nürnberg Spuren spirituellen und religiösen Lebens im Alltag entdeckt und festgehalten. Die Ausstellungseröffnung findet am Samstag, 5. November, um 19.30 Uhr im Forum am Dom statt. Den Eröffnungsvortrag hält Martin Rohner, anschließend spielt Domorganist Dominique Sauer. 

 

Das Programmheft zur Gebetsschule liegt in vielen Osnabrücker Kirchen aus, unter anderem auch im Dom. Das gesamte Programm können Sie hier herunterladen! Folgende Änderungen sind zu beachten:

Seiten 11 und 27: Gebetsorte - nebenan, Dienstag, 15. November, 19 Uhr, Polizeidirektion Heger-Tor-Wall 18

 

Weitere ausgewählte Termine

Zum Thema „Gebetsorte – nebenan“ gibt es folgende Termine: Montag, 14. November, 19 Uhr, Eingangsbereich Stadtwerke Osnabrück, Alte Poststraße 9, Dienstag, 15. November, 19 Uhr, Polizeidirektion Heger-Tor-Wall 18. Mittwoch, 16. November, Feuerwehrwache, Nobbenburger Straße. Donnerstag, 17. November, 19 Uhr, Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), An der Bornau 2. Freitag, 17. November, 19 Uhr, Lichtfeier in der Herz Jesu Kirche Osnabrück.

Zu Gebet und Musik auf dem Bahnhof laden Heike Becker und Diakon Gerrit Schulte am Montag, 21. November, 18 Uhr, in den Raum der Stille auf dem Hauptbahnhof (Gleis 1). Zwei Veranstaltungen, bei denen mit Demenzkranken gebetet wird, hat das Team der ehrenamtlichen Altenheimseelsorgerinnen vorbereitet: Mittwoch, 9. November, ab 15.30 Uhr im Diakonie-Wohnstift am Westerberg, Bergstraße 35 A-B, und am Donnerstag, 10. November, im Küpper-Menke-Stift, Sedanstraße 76 („Beten mit St. Martin“).