Bundespräsident tritt zurück

Bischof respektiert Entscheidung

Bischof Franz-Josef Bode hat Respekt für die Rücktrittsentscheidung von Bundespräsident Christian Wulff geäußert. Dass ein Bundespräsident zurücktrete, sei immer traurig für unser Land, sagte er in Osnabrück. Auch der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle würdigte Wulff. Er sei im Dom immer ein gern gesehener Gast.

„Die Vorgänge jetzt berühren uns Osnabrücker natürlich in besonderer Weise“, so Bischof Bode. Er  hatte Wulff und dessen türkischem Staatsgast Gül im September 2011 den Dom gezeigt. „ich respektiere die Entscheidung von Herrn Wulff, mit der er die Konsequenz aus den aktuellen Entwicklungen gezogen hat. Persönlich bin ich ihm dankbar für viele gute Begegnungen und sein offenes Ohr für die Anliegen der Kirchen“, so der Bischof. Er wünsche Christian Wulff und seiner Familie viel Kraft für den weiteren Weg.

Auch der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle gab eine Erklärung ab. Christian Wulff werde im Hildesheimer Dom immer ein gern gesehener Gast sein, sagte er. In seiner kurzen Dienstzeit als Bundespräsident habe Christian Wulff wichtige Akzente gesetzt. „Ich erinnere an seine Rede zum Tag der deutschen Einheit am 3. Oktober 2010, in der er die Menschen unserer Gesellschaft mahnte, aufeinander zuzugehen“, so Bischof Trelle. Seine Aussage, der Islam gehöre zu Deutschland, sei ebenso richtig wie die spätere Ergänzung, das Christentum gehöre zur Türkei. „Christian Wulff hat damit Brücken gebaut zwischen den Menschen, aber auch zwischen Völkern. Ganz persönlich konnte ich das im vergangenen Jahr bei einer gemeinsamen Veranstaltung des Bundespräsidenten mit afrikanischen Bischöfen erleben. Auch Wulffs Eintreten für die Integration von Migranten in Deutschland hat unseren Dank verdient.“

Er habe Christian Wulff in seinem Amt als Ministerpräsident von Niedersachsen kennen- und schätzengelernt, fügte Bischof Trelle hinzu. Der katholischen Kirche und insbesondere dem Bistum Hildesheim sei er immer ein wohlgesonnener und zuverlässiger Partner gewesen.