13.04.2017

Sögeler Pfarrer geht vor Priesterjubiläum auf Wanderschaft

Der Pilgerstab steht schon parat

Bernhard Horstmann geht auf Wanderschaft. Nach Ostern wird der Sögeler Pfarrer eine Woche zu Fuß durch seine sieben Gemeinden pilgern – von Kirchturm zu Kirchturm. Damit will er sich auf sein Priesterjubiläum vorbereiten.

Pfarrer Bernhard Horstmann freut sich auf die Wanderung
durch seine Pfarreiengemeinschaft. Foto: privat

Der Rucksack ist gepackt, die Wanderschuhe und der Pilgerstab stehen parat. Pfarrer Bernhard Horstmann freut sich schon auf den Dienstag nach Ostern. Dann wird er morgens um 10 Uhr in Sögel zum ersten Tag seiner persönlichen Wallfahrt starten – 16 Kilometer in etwa vier Stunden, vorbei am Raddesee und Männige Berge nach Spahnharrenstätte. Am Mittwoch geht es weiter nach Werpeloh, am Donnerstag nach Stavern, am Freitag nach Berßen sowie in den Tagen darauf auch noch nach Hüven und Eisten. Eine Woche lang wird er über 100 Kilometer quer durch die schöne Region Hümmling marschieren und dabei alle sieben Gemeinden seiner Pfarreiengemeinschaft besuchen.

Warum er sich auf Wanderschaft begibt? Am 28. Mai 1992 ist Pfarrer Horstmann zum Priester geweiht worden, das Jubiläum wird er am Pfingstsonntag, 4. Juni, mit allen Gemeindemitglieder in St. Jakobus in Sögel feiern. Aber vorher möchte er sich auf den Weg machen: um Schritt für Schritt für sich selbst die vergangenen 25 Jahre zu reflektieren, um Ort für Ort die Menschen dort zu treffen. „So können wir auch eine Festgemeinschaft bilden“, sagt er. Manche Strecke von Kirchturm zu Kirchturm mag zwar eigentlich etwas kurz sein, aber da will Horstmann bewusst einige Umwege einschlagen. „Das Ganze soll ein Symbol unseres  Glaubensweges sein“, erklärt der Pfarrer und zitiert ein Lied aus dem Gotteslob: „Vertraut den neuen Wegen und wandert durch die Zeit!“

Die einzelnen Tage sind dabei  genau durchgeplant: morgens um 10 Uhr geht es los, Ankunft soll immer gegen 15 Uhr sein, um 18.30 Uhr findet jeweils ein einfach gestalteter Werktagsgottesdienst statt. „Dazwischen darf mich jede Gemeinde gern so verplanen, wie sie es möchte“, sagt Bernhard Horstmann mit einem Schmunzeln. „Soll was gesegnet werden? Soll ich was besichtigen? Jemanden besuchen? Da bin ich ganz flexibel.“ Und nach der Messe freut er sich auf ein Treffen mit Vorständen von Gruppen, Verbänden von Kirche und Gesellschaft. Dazu hat er eigens eine Zapfanlage auf einer Vespa gebucht. Auch eine Nachtwanderung steht auf dem Programm.

Ganz allein will Horstmann aber gar nicht gehen. „Man darf mich auch gern begleiten“, sagt er und hofft auf Mitwanderer. Zum Beispiel bei der Nachtwanderung am 24. April ab 19 Uhr von Eisten nach Werpeloh, die dann um 21.30 Uhr mit einer Abendandacht am Steinkreis endet. Oder für die Berufstätigen auch gerne am Samstag oder am Sonntag.

Petra Diek-Münchow