08.03.2017

Mitten in Meppen

Die Kirche baut neu

Mit einem symbolischen ersten Spatenstich haben die Arbeiten für ein großes Bauprojekt in der Meppener Innenstadt rund um die Propsteikirche St. Vitus begonnen: Das Krankenhaus Ludmillenstift errichtet eine Tiefgarage und ein neues Schulgebäude, der Caritasverband baut ein neues Beratungszentrum.

 

Vertreter der Kirchengemeinde, der Caritas, des Kranken-
hauses und der Stadt machten in Meppen den ersten
Spatenstich. Foto: cpo

„Wir freuen uns, dass die Planungen abgeschlossen sind und es losgeht“, sagten Wilhelm Wolken (Verwaltungsdirektor Ludmillenstift) und Franz Loth (Direktor des Caritasverbandes für die Diözese Osnabrück) als Vertreter der beiden Bauherren anlässlich des Spatenstichs.

Für das Neubauprojekt musste das alte Pfarramt der Propsteigemeinde St. Vitus weichen. Ende des vergangenen Jahres wurde es abgerissen. Nun baut das Ludmillenstift zunächst in zwei Abschnitten die Tiefgarage. Nach der Fertigstellung der ersten Hälfte beginnt die Caritas im September 2017 mit dem Bau des Beratungszentrums. Gleichzeitig wird das alte Schulgebäude abgerissen und mit dem Bau der zweiten Hälfte der Tiefgarage begonnen, so dass die Errichtung des neuen Schulungszentrums Ende 2017 starten kann. Insgesamt investieren beide Bauherren rund zehn Millionen Euro.

Städtebauliches Gesamtkonzept

Für das neue Schulungszentrum plant das Ludmillenstift eine moderne technische Ausstattung, um den Schülerinnen und Schülern ein abwechslungsreiches Lernumfeld zu bieten. „Wir möchten mit zusätzlichen und attraktiven Ausbildungsangeboten dem drohenden Fachkräftemangel entgegenwirken, der dem Gesundheitswesen für die nächsten Jahrzehnte vorausgesagt wird“, betonte Verwaltungsdirektor Wolken. Zurzeit werden rund 200 Auszubildende in Gesundheits- und Krankenpflege, Physiotherapie und (in Kooperation mit der Marienhausschule) Ergotherapie aus- und weitergebildet. Dafür und für weitere Qualifizierungsmaßnahmen stehen künftig ca. 2700 Quadratmeter auf drei Geschossebenen zur Verfügung.

Nähe zu Kirche und Krankenhaus

Im geplanten Beratungszentrum der Caritas werden demnächst auf drei Stockwerken und insgesamt 1000 Quadratmetern alle acht Fachdienste mit ihren rund 40 Mitarbeitern untergebracht. Das ermöglicht auch eine Wiedereingliederung der Fachambulanz Sucht. „Dass wir dadurch die räumliche Nähe zu Kirchengemeinde und Krankenhaus behalten, freut uns sehr“, sagte Caritasdirektor Loth. Marcus Drees, Geschäftsführer des Caritasverbandes für den Landkreis Emsland, fügte hinzu: „Von den neuen
Räumlichkeiten für die Beratungsarbeit profitieren sowohl unsere Mitarbeiter als auch unsere Klientinnen und Klienten.“

Insgesamt werden 100 neue Parkplätze geschaffen, von denen 90 unterirdisch in der Tiefgarage liegen. Auf diese Weise erfüllt das Bauwerk drei Funktionen: Es ist als Tiefgarage nutzbar und dient als Fundament für das darauf stehende Beratungszentrum sowie als Übergabestation für Ver- und Entsorgungsleitungen. (cpo)