Fastenmarsch im nördlichen Emsland

Die Landjugend macht wieder mit

Am Sonntag, 28. Februar, startet der Misereor-Fastenmarsch im Dekanat Emsland-Nord – und dieses Mal macht auch die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) wieder mit, nachdem es im Vorjahr Streit mit Misereor gegeben hatte.

 

Für viele Gemeinden im Emsland gehört der Misereor-Fastenmarsch fest in den Kalender. Foto: Archiv

Der Fastenmarsch im nördlichen Emsland zählt zu den größten Aktionen seiner Art – bis zu 50 000 Euro kommen dabei zusammen. Die KLJB unterstützt die Fastenaktion seit mehr als 30 Jahren. Nach einer Auseinandersetzung mit Misereor aber hatten mehrere KLJB-Gruppen im vergangenen Jahr nicht mitgemacht. Es ging dabei um eine Demonstration in Berlin – von der Darstellung dort fühlten sich die Landwirte an den Pranger gestellt.

Im Laufe des Jahres hatte es mehrere Gespräche zwischen Misereor und der Landjugend gegeben – mit für beide Seiten gutem Ergebnis. Die KLJB-Ortsgruppen beteiligen sich jetzt wieder an der Fastenaktion. „Das ist ganz klasse!“, sagt Bernd Bornhorst. Der Sprecher des Hilfswerks Misereor kann die Kritik der jungen Landwirte „gut nachvollziehen“. Er berichtet von „einem Lernprozess auf beiden Seiten.

Manchmal muss man sich streiten, damit man danach auf höherem Niveau wieder zusammenarbeiten kann“.Ihm ist wichtig, dass keine Front gegen Landwirte aufgebaut wird. Michael Engbers, Diözesanvorsitzender der KLJB, lobt Misereor für deren Bereitschaft, „Themen zu überdenken“. Den Diskussionsprozess bezeichnet er als „vorbildlich, weil aus etwas Kritischem etwas Konstruktives wurde“. Beide Seiten haben Interesse an der weiteren Zusammenarbeit. „Schön, dass alle wieder dabei sind“, sagt auch Dekanatsjugendreferentin Sabine Krömer.

Beim Fastenmarsch am 28. Februar können die Teilnehmer von  7 bis 18 Uhr 36 Stationen ansteuern – die längste Route misst fast 50 Kilometer. Für jeden Kilometer zahlen zuvor gesuchte Sponsoren den Teilnehmern einen vereinbarten Betrag. Mit dem Erlös werden syrische und irakische Flüchtlingsfamilien im Libanon unterstützt. Dort ermöglicht Misereor Schulunterricht und Betreuung für Kinder. Auch im mittleren und südlichen Emsland finden Fastenmärsche oder Solidaritätsläufe statt. (pd/pad)