„Nacht für Gott" im Dom

Die Stille der Nacht nutzen

Im Dom beten, singen, beichten oder einfach ausruhen – die „Nacht für Gott“ am Freitag, 4. März, ab 20 Uhr hält viele Angebote für „Nachteulen“ bereit. Papst Franziskus hat aufgerufen, die Kathedralkirchen 24 Stunden zu öffnen. „Wir probieren es erst einmal mit zwölf Stunden aus“, sagt Jugendpfarrer Michael Franke. Zudem gibt es ein Extraprogramm für junge Leute.

 

In der „Nacht für Gott" ist auch Gelegen-
heit zur eucharistischen Anbetung.
Foto: Matthias Petersen

Ein roter Teppich vor dem Hauptportal des Doms zeigt, dass heute Abend etwas Besonderes stattfindet, der Haupteingang und das „Brautportal“, wo sich die Pforte der Barmherzigkeit befindet, werden illuminiert. Besucher treffen am Eingang auf Ansprechpartner, die davon erzählen, was sie im Dom erwartet.

Auftakt ist um 20 Uhr mit der traditionellen Jugendvesper, die sonst immer am ersten Donnerstag eines Monats im Dom stattfindet. Die Katechese hält dieses Mal Bischof Franz-Josef Bode, und er geht in seiner Predigt darauf ein, was Anbetung bedeutet. Ein Chor aus Beesten macht Musik und bleibt auch noch danach im Dom. Denn nach der Jugendvesper wird das Allerheiligste im Hochchor ausgesetzt. Es besteht bis zum nächsten Morgen die Möglichkeit der Anbetung. Stille Zeiten und meditative Musik wechseln sich ab, Ordensschwestern sorgen dafür, dass immer jemand vor dem Allerheiligsten betet.

Gebete in der Tiefe der Nacht

Um Mitternacht wird eine Messe gefeiert, um 3 Uhr ein Gebet in der Tiefe der Nacht gesprochen. Wenn um 7 Uhr das Morgenlob gesungen wird, könnte schon die Sonne durch die östlichen Fenster scheinen. Die ganze Nacht über besteht die Möglichkeit zu Beichte und Gespräch. An wichtigen Orten des Doms gibt es Impulse, zum Beispiel am Taufbecken, am Ambo oder in der Sakramentskapelle. Wer will, kann die ganze Nacht bleiben oder auch nur für ein paar Minuten dabeisein.

Daneben gibt es ein Angebot für junge Leute im benachbarten Marcel-Callo-Haus. Stets geht es um den Sinn des Lebens. Nach der Jugendvesper beginnt ein Film­impuls, zwischen 1 und 3 Uhr werden Menschen besucht, die nachts einen sinnvollen Dienst tun: bei der Polizei oder im Krankenhaus. Um 3.30 Uhr erzählt eine Ordensfrau aus ihrem Leben.

Vorbereitet haben die Nacht das Diözesan-Jugendamt, die Hochschulgemeinde und das Jugendbüro Osnabrück-Stadt. Mit im Boot sind Mitglieder der Initiative „Nightfever“, die einmal im Vierteljahr in der Pfarrkirche St. Johann zum Gebetsabend einlädt.

Matthias Petersen

 

 

Pilgerweg zum Dom

Das Hauptportal der Osnabrücker St.-Joseph-Kirche (Miquelstraße 25) ist Startpunkt für einen Pilgerweg zum Dom, der am Freitag, 4. März, um 20.30 Uhr beginnt. Auf dem Weg geht es zu Orten, wo Werke der Barmherzigkeit gelebt werden, so die Kleiderkammer in der Peiner Straße („Nackte bekleiden“), die Flüchtlingsunterkunft An der Petersburg („Fremde beherbergen“), das Marienhospital („Kranke besuchen“), das Gefängnis „Gefangene besuchen“)und der Domherrenfriedhof („Tote bestatten“). Ziel ist die Pforte der Barmherzigkeit, das „Brautportal“ des Doms.

 

„Nacht für Gott" auch in Glandorf

Eine „Nacht für Gott“ findet zum selben Zeitpunkt wie im Dom auch in der Glandorfer Kirche St. Johannis statt. Auftakt ist um 18 Uhr mit einer Messe, anschließend gibt es jede Stunde ein neues Angebot, das von Gruppen der Gemeinde gestaltet wird. Ab 19 Uhr ist Beichtgelegenheit, auf einem vor dem Altar liegenden Kreuz können eigene Gebetsanliegen abgelegt werden. Abschluss ist am Samstag um 7.30 Uhr mit einer Eucharistiefeier und dem sakramentalen Segen.
Das komplette Programm gibt es hier