19.04.2017

Logo für Treffen der Weltreligionen in Münster und Osnabrück

Dieses Bild erzählt vom Frieden

Im September treffen sich Vertreter aller Weltreligionen in Münster und Osnabrück. Mit einer von den Farben des Regenbogens umgebenen Taube wird darauf aufmerksam gemacht. Was hat sich die Grafikerin bei dem Entwurf gedacht?

Das offizielle Logo des Treffens der Weltreligionen

„Wege des Friedens“ – mit diesem Slogan ist das Treffen überschrieben, das seit den 80er Jahren regelmäßig stattfindet. Assisi war einst Ausgangspunkt, Papst Johannes Paul II. hatte 1986 erstmals eingeladen. Jetzt kommen die Religionsvertreter in den Norden Deutschlands, zunächst am 9. September nach Münster, am 12. September für die Abschlussveranstaltung nach Osnabrück.

All das hatte Stephanie Jegliczka im Hinterkopf, als sie sich daran machte, den Auftrag der Veranstalter umzusetzen und ein Logo für das Treffen zu entwerfen. Weitere Voraussetzung: Die Taube und die Regenbogenfarben mussten auftauchen, wegen des Wiedererkennungseffektes. Auf ein Stück Papier schrieb Jegliczka, die auch Mitarbeiterin im Medienhaus des Bistums Osnabrück ist, viele Begriffe. So tastete sie sich ans Thema heran und legte Entwürfe vor, aus denen sich der Favorit herausschälte. „Die Taube steht im Zentrum, denn Frieden geht uns alle an“, sagt die Grafikerin. Mehrere Farbfelder sind mit dünnen Linien voneinander getrennt. „Sie stellen die Wege dar, die zum Frieden führen.“ Die Form sei ihr wichtig gewesen, sagt Jegliczka, „denn aus vielen Einzelteilen wird Friede, und viele Wege führen dorthin“.

Anmeldung bereits per E-Mail möglich

Zu dem Treffen werden mehrere Tausend Gläubige erwartet. Am Programm kann Jedermann teilnehmen. Zwar stehen viele Einzelheiten noch nicht fest, trotzdem besteht schon jetzt die Möglichkeit, sich für die kostenlose Teilnahme per E-Mail anzumelden: friedenstreffen2017@santegidio.de
„Mit dem entsprechenden Ausweis kommt man dann leichter in die Workshops oder Podien, auch wenn sie schon stark ausgelastet sein sollten“, sagt Fabian Sandkühler, der Osnabrücker Bistumskoordinator für das Treffen. Mehr wollen die Organisatoren bei einer Pressekonferez am 29. Juni mitteilen.

Auch im Vorfeld wird es bereits mehrere Veranstaltungen geben. Hier eine Auswahl:
15. Mai, 19.30 Uhr: Weichenstellungen für den Wiederaufbau nach dem Krieg in Syrien. Vortrag von Heinz-Gerhard Justenhoven im Lingener Ludwig-Windthorst-Haus;
6. Juni, 19.30 Uhr: Warum wir Flüchtlingen (nicht) helfen. Vortrag von Olaf Kleist im Osnabrücker Forum am Dom;
20. Juni, 19.30 Uhr: Jüdische Perspektiven auf das Buch Levitikus mit Rabbiner Avraham Radbil im Forum am Dom;
5. Juli, 20 Uhr: Wie Friedensarbeit heute gehen kann. Diskussionsabend in der Hochschulgemeinde Osnabrück.

Matthias Petersen