14.04.2017

Tipps zur Gestaltung der Erstkommunion

Ein großer Tag für kleine Leute

Es ist ein ganz besonderes Ereignis. Und im Idealfall auch ein unvergesslicher Tag voller Freude: die Erstkommunion. Hier ein paar Tipps zur Gestaltung der Familienfeier und für ein persönliches Geschenk.

Fast wie ein Filmstar: Oft sollen auch viele Fotos an den besonderen Tag erinnern. Foto: picture alliance

Zu bedenken:
Bei allen Bemühungen um Perfektion sollten die gastgebenden Eltern eines im Blick behalten: Im Mittelpunkt steht das Kommunionkind. Es ist sein großes Fest. So ist zu überlegen, ob neben der Familie auch Freunde des Kindes kommen dürfen. Denn eine Feier nur mit Erwachsenen dürfte langweilig werden. Wer Spiele und Aktivitäten (ein Tischfußballturnier oder einen Spielplatzbesuch) einplant,  muss nicht befürchten, „dass damit der Erstkommuniontag entheiligt wird“. So heißt es schon im „Hausbuch der christlichen Familien“ von 1982. Und was damals galt, sollte im 21. Jahrhundert erst recht möglich sein.

Zu Tisch:
Egal ob das Essen zu Hause serviert wird oder im Restaurant, auch bei der Menüplanung sollten die Wünsche der Kinder berücksichtigt werden. Also: neben Delikatessen für den Erwachsenengaumen auch Leckereien nach Kindergeschmack anbieten. In der Vorbereitung auf den Festtag kann das Kind die Speisekarten bemalen oder am Computer mitgestalten und die Tischnamenskarten anfertigen. Vielleicht lässt sich hier ein Motiv aus dem jeweiligen Katechetenunterricht aufgreifen,  zum Beispiel der Regenbogen. Ob das Kommunionkind ein Tischgebet sprechen oder es mit Geschwistern, Cousins oder Cousinen vortragen möchte, sollte geklärt werden.

Zur Erinnerung:
An der Mittags- oder Kaffeetafel lassen Paten oder Eltern ein Gästebuch kreisen. Die Kladde oder ein dickes Notizbuch können vorher hübsch gestaltet werden, etwa mit Pailletten beklebt oder bemalt werden. Ins Gästebuch tragen sich alle mit Wünschen für das Kommunionkind ein. Man sollte Kulis und Buntstifte bereitstellen. Und sicher steigert es die Stimmung, in dem Buch zu blättern und sich darüber zu unterhalten.

Zur Erheiterung:
In der Einladung können Eltern und Kommunionkind die Gäste bitten, ein Foto von ihrer Erstkommunion mitzubringen. Die Fotos werden bei der Feier an eine Pinnwand gehängt. Dann wird geraten, wer zu welchem Foto gehört. Das ist mitunter sehr lustig. Und vielleicht gibt der eine oder andere Gast auch noch Erinnerungen an seine Kommunion zum Besten.

Zur Unterhaltung:
Ein Programmpunkt könnte auch eine Mal­aktion mit Fingerfarben sein. Einer der Paten bringt dafür einen großen Bogen Tonpapier mit. Nun verewigen alle Gäste nach und nach ihren Hand- oder Fingerabdruck auf dem Papier und unterschreiben dazu mit ihrem Namen. Um Flecken zu vermeiden, sollte man neben den Maltisch eine Plastikschale mit Wasser und Papierhandtücher stellen oder eine andere Waschgelegenheit anbieten. Die Idee lässt sich auch variieren: Dazu sind dann mehrere Bögen Tonpapier und Scheren nötig. Jeder Gast malt darauf seinen Handabdruck und schneidet ihn dann aus. Anschließend werden alle Hände auf ein plakatgroßes Stück Papier geklebt und unterschrieben.

Zum Verbleib:
Eine gute Idee für ein Familiengeschenk könnte das Gestalten eines gemeinsamen Buches für das Kommunionkind sein. Die Aktion muss jedoch von einer Person koordiniert werden. Dazu fertigt jeder Gast im Vorfeld eine Din-A-4-Seite mit persönlichen Wünschen für das Kommunionkind an. Es darf gemalt, geklebt und gebastelt werden. Da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Am Ende alle Seiten lochen und mit dekorativem Schleifenband zu einem Buch binden.

Heike Sieg-Hövelmann