Was genau im Gottesdienst passiert, ist für Kinder nicht immer leicht zu verstehen. Jungen und Mädchen aus Aschendorf, Lehe und Neulehe bekommen dabei jetzt Hilfe. Die drei Familienmesskreise der Pfarreiengemeinschaft haben für sie ein kleines Messbuch gestaltet.

Die knapp 30 Seiten starke Fibel, die von der Größe her genau ins Gotteslob passt, soll die Kinder durch die Messe begleiten. „Wenn sie verstehen, was gerade jetzt in der Kirche oder vorne am Altar passiert, fühlen sie sich gleich viel wohler und passen besser auf“, sagt Manuela Jossen. Sie gehört mit Barbara Wegmann und Margot Diekmann zum zehnköpfigen Redaktionsteam, das das Buch mit viel ehrenamtlicher Arbeit produziert hat – als bewusst gemeinsames Projekt der Familienmesskreise.
Die Broschüre beginnt wie der tatsächliche Weg in die Messe – mit dem Kreuzzeichen im Weihwasserbecken und der Kniebeuge an der Bank. Zu jeder weiteren Station im Gottesdienst gibt es die passende liturgische Formel und die kindgerechte Erklärung dazu: sei es zur Lesung, zum Evangelium, zur Wandlung oder zur Kommunion. Die Kinder können dadurch den Gottesdienst verfolgen, mit beten – und mit sehen.
Denn das Besondere an dem kleinen Messbuch sind die farbigen Fotos: Sie sind alle ausschließlich in den drei Kirchen der Pfarreiengemeinschaft entstanden – mit bekannten Gesichtern und Orten. „Wir haben dafür extra einen Fototermin in St. Amandus in Aschendorf, in Herz-Jesu in Lehe und Maria vom Herzen Jesu in Neulehe gemacht“, sagt Gemeindereferent Dirk Tecklenborg. Da tauchen die eigenen Messdiener die Fingerspitzen ins Weihwasser, da steht Tecklenborg am Ambo. Pater Jose predigt mit ausladender Geste und Pfarrer Ulrich Högemann spricht den Schlusssegen. „Das sind eben Bilder, die die Kinder kennen und wiedererkennen“, sagt Barbara Wegmann. Und sie bringen die Pfarreiengemeinschaft ein weiteres Stück zusammen.
„Von allen wichtigen Sachen gib es Bücher“
500 Exemplare haben die Familienmesskreise in der Johannesburg in Surwold drucken lassen. Interessierte Familien können Exemplare in den Pfarrbüros und in den Sakristeien für zwei Euro kaufen. Die Resonanz ist gut, sagt Tecklenborg. Er kann sich auch gut vorstellen, dass sich die Kinder die kleine Fibel nicht nur im Gotteshaus anschauen. Sondern auch Zuhause ganz in Ruhe. „Von allen wichtigen Sachen gibt es Bücher und dazu gehört auch die Messe. Deshalb haben wir das Buch gemacht.“
Petra Diek-Münchow