12.01.2012

20. Januar

Fabian, Sebastian

Fabianus (Fabian)

Geschichte: Fabianus wurde 236 Bischof von Rom. Es heißt, dass bei der anstehenden Wahl eine Taube herabgeflogen sei und sich auf seinen Kopf gesetzt habe – worauf man ihn spontan und einstimmig zum Bischof gewählt habe. Fabianus wird als außerordentlich tüchtiger Bischof beschrieben. Er förderte die Tendenz zu einer hierarchischen Struktur der Kirche, indem er Rom in sieben Bezirke einteilte, die jeweils von einem Diakon verwaltet wurden. Ferner wird ihm die Erweiterung der Katakomben zugeschrieben. Während seines Pontifikats begann die Kirche, ihre Aufzeichnungen sorgfältiger und effizienter zu führen. Davon zeugt Fabianus‘ Ernennung von Notaren, um die Taten von Märtyrern zu erfassen. Er starb dann aber als eines der ersten Opfer der Christenverfolgung unter Kaiser Decius. Cyprian von Karthago schrieb einen Brief an die Gemeinde von Rom, in dem er der Kirche von Rom zum Märtyrertod ihres Bischofs gratuliert: Nach einer tadellosen Amtsführung sei ihm nun der ehrenvolle Tod geschenkt worden.
Darstellung: mit Papstkreuz, Schwert und Taube
Herkunft des Namens: „aus dem Geschlecht der Fabier“, abgeleitet vom lateinischen faba, was „die Bohne“ bedeutet

 

 

Sebastian

Geschichte: Die Legende schildert Sebastian – über den man nichts wusste, sondern nur sein Grab kannte – ausgehend von der Bedeutung seines Namens: Demnach war er Hauptmann der Prätorianergarde am kaiserlichen Hof Diokletians. Er verheimlichte seinen christlichen Glauben, aber seine Stellung erlaubte ihm, seinen christlichen Glaubensgenossen in den Gefängnissen Roms beizustehen. Er sprach ihnen Mut zu, konnte auch immer weitere Römer bekehren, wirkte Wunder, bekehrte auch römische Adlige und sorgte für die Bestattung der Märtyrer. Als Kaiser Diokletian davon erfuhr, ließ er Sebastian an einen Baum binden und durch Pfeile erschießen. Doch Sebastian starb nicht. Eine christliche Witwe pflegte seine Wunden. Als er sich wieder erholt hatte, trat er dem erstaunten Kaiser öffentlich entgegen. Diokletian ließ ihn daraufhin zu Tode peitschen.Die Leidensgeschichte Sebastians hat nur geringen historischen Wert und fasst verschiedene römische Märtyrergeschichten in einer Handlung zusammen. Gelegentlich wird sie Ambrosius zugeschrieben, tatsächlich entstand sie wohl Mitte des 5. Jahrhunderts. Im Spätmittelalter wurde Sebastian wegen der Pfeile, die ihn durchbohrt haben sollen, als Pestpatron verehrt.
Darstellung: als Soldat oder junger Mann mit Knüttel und Palme, mit Baumstumpf und Pfeilen oder an einen Baum gebunden und von Pfeilen durchbohrt
Herkunft des Namens: griechisch „der zum Kaiser Gehörende“, „der Erhabene“