18.10.2017

Lichterweg zum Reformationsgedenken auf Borkum

Lichtband verknüpft drei Konfessionen

500 Laternen werden am 31. Oktober Borkum erleuchten. Das ökumenische Projekt „Lichterweg“ soll zum Reformationsgedenken die katholischen und evangelischen Kirchen der Nordseeinsel verbinden.

Viele Menschen machen Ende Oktober beim Borkumer Lichterweg mit. | Foto: Andreas Langkau

Das wird sicher ein wunderbares Bild auf Borkum. Zwischen der reformierten, katholischen und lutherischen Kirche sowie dem alten Leuchtturm sollen am 31. Oktober 500 Laternen leuchten – alle zwei Meter steht eine Lampe. Und so wird ein langes Lichterband die Gotteshäuser und viele Menschen miteinander verknüpfen.

Für den katholischen Bildungsreferenten Andreas Langkau ist das Projekt zum 500-jährigen Reformationsgedenken ein schönes Symbol für die Verbundenheit der drei Konfessionen. „Und für das Bewusstsein, das wir bei aller noch bestehenden Trennung gemeinsam auf dem Weg sind.“ Eingeladen zu der Aktion unter dem Motto „Verbinden statt Spalten“  sind nicht nur die Gemeinde(mit)glieder, sondern alle Insulaner und Gäste.

Eine Schriftstelle aus der Bergpredigt gibt die Richtung für das von den drei Kirchen gemeinsam organisierte Projekt vor: „Ihr seid das Licht der Welt ... So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“ Zum Auftakt um 18 Uhr werden dazu bei einer Andacht in der reformierten Kirche die Kerzen in den Laternen angezündet. Danach starten die Teilnehmer und stellen die Lampen auf. Unterwegs gibt es immer wieder Treffpunkte: zum Innehalten, zum Sprechen, zur Begegnung. Die katholische Kirche Maria Meeresstern wird dabei zu einem Raum der Stille, in der lutherischen Christuskirche erklingt ein Posaunenchor, in der reformierten Kirche singt Albertus Akkermann.

„Lobe den Herren“ auf dem Lichterweg

Außerdem wird auch für das leibliche Wohl gesorgt: Zwischen dem Alten Turm und Toornhuus servieren freiwillige Helfer Schmalzbrote, auf dem Kirchplatz von Maria Meeresstern gibt es Bratwurst und auf dem Hof vom Haus Blinkfüer Getränke. Zum Abschluss gegen 20 Uhr will die ganze „Lichterweg“-Gemeinschaft auf dem katholischen Kirchplatz mit dem ökumenischen Posaunenchor das Lied „Lobe den Herren“ anstimmen.

Die Aktion ist nach Ansicht von Andreas Langkau auch ein Ausdruck der seit Jahren guten ökumenischen Zusammenarbeit auf der Nordseeinsel. „Als Christen des 21. Jahrhunderts wollen wir gemeinsam Zeugnis ablegen von der frohen Botschaft Jesu.“

Petra Diek-Münchow

Mehr Informationen: www.lichterweg.de