10.03.2017

Fastenmarsch im Dekanat Emsland

Mit der Schaufel unterwegs

Neuanpflanzungen können Bodenerosion stoppen – der Erlös des Fastenmarsches im Dekanat Emsland-Nord ist für Waldgartenprojekte in Haiti bestimmt. Am 19. März geht es los.

 

Dekanatsjugendreferentin Lena Brinker ist mit der Vorbereitung des Misereor-Fastenmarsches im Dekanat Emsland-Nord beschäftigt. Foto: Klaus Dieckmann

Der 35. Miseror-Fastenmarsch im Dekanat Emsland-Nord am 19. März soll in die Misereorprojekte „Waldgärten“ in Haiti fließen. Jeder Fastenmarschteilnehmer erhält als Starterzeichen eine kleine hölzerne Schaufel.

Damit richtet die Solidaritätsaktion im nördlichen Emsland das Augenmerk innerhalb weniger Jahre zum zweiten Mal auf den Karibikstaat. Schon 2011 kam der Erlös aus dem Fastenmarsch Misereorprojekten auf Haiti zugute. Starterzeichen war damals ein Baumsymbol. Die kleine hölzerne Schaufel knüpft daran an.

Die Schaufel zeige: „Wir wagen einen neuen Spatenstich, wir packen wieder etwas an“, sagt Dekanatsjugendreferentin Lena Brinker. Das falle den Menschen auf Haiti sicher nicht leicht. Denn in jüngster Vergangenheit sei der Karibikstaat zweimal von verheerenden Naturkatastrophen betroffen gewesen. Im Januar 2010 erschütterte ein schweres Erdbeben die Insel und im Oktober 2016 verwüstete der Wirbelsturm „Matthew“ das Land.

Das Projekt „Waldgärten“ gibt nach Darstellung von Misereor Kleinbauern auf Haiti ein neues Fundament der ökologischen Bewirtschaftung und damit eine Lebensperspektive. In Waldgärten bilden Bäume, Wild- und Kulturpflanzen sowie Wild- und Haustiere eine Lebensgemeinschaft. Die Bepflanzung der Berghänge verhindere die Erosion und das Fortschwemmen des Bodens.

Der Miseror-Fastenmarsch im Dekanat Emsland-Nord ist der größte seiner Art in Deutschland. Er weist ein umfangreiches Streckennetz mit elf ausgeschilderten Routen auf. Darunter ist auch ein Abstecher ins benachbarte Dekanat Ostfriesland. In der Kapelle St. Bonifatius in Völlenerkönigsfehn richtet die Firmgruppe der Gemeinde St. Bernhard Westoverledingen eine Station ein.

Insgesamt gibt es 43 Stationen, an denen Radfahrer, Wanderer oder Inlineskater eine Rast einlegen können. Angeboten wird jeweils eine Stärkung mit Getränken, Schnittchen, Suppe oder Kaffee und Kuchen.

Im vergangenen Jahr verzeichneten die Veranstalter rund 1500 Teilnehmer. Der Spendenbetrag für die Misereor-Flüchtlingshilfe im Libanon betrug 50699 Euro.
Die Solidaritätsaktion läuft von 7 bis 18 Uhr. Im Dekanat Emsland-Mitte findet der Solimarsch für Haiti von 13 bis 18 Uhr statt.

Klaus Dieckmann