09.11.2017

Für kuschelige Stunden in der Familie

Neuer Lesestoff für den Advent

In Deutschland wird zu wenig vorgelesen. Dabei macht das im Advent besonders viel Spaß. Viele Familien haben einen Fundus an Büchern, die nur in der Vorweihnachtszeit hervorgeholt werden. Bei Bedarf kann der Vorrat mit aktuellen Neuheiten von der Buchmesse ergänzt werden. Ein paar Anregungen:

In „Pumuckl – Wintergeschichten“

sind altbekannte Geschichten des frechen Kobolds – wie die mit dem Schnee, der sich leider in der warmen Werkstatt zu Wasser verflüssigt, was der Pumuckl zunächst nicht begreifen kann – zusammengefasst und um neue Abenteuer (geschrieben von Uli Leistenschneider) ergänzt worden. Uli Leistenschneider lässt den neugierigen Kobold alle Häuschen des Adventskalenders auf einmal öffnen, bis ihm von der Schokolade schlecht wird. Denn ganz Pumuckl-typisch hat er mal wieder eine Anweisung des Meister Eder missverstanden. 

Kosmos Verlag, ab fünf Jahren, 160 Seiten, 14,99 Euro

 

Um etwas Süßes geht es auch in Maria Stalders Buch  

„Wer hat den Lebkuchen stibitzt?“. Hier wird der Fuchs von einem köstlichen Duft in seinem winterverschneiten Bau geweckt. Er folgt dem Duft und schnappt sich ein Lebkuchenteilchen vom Blech auf einer Fensterbank. Nun fehlt leider ein Teil für den Nikolaus, der die Kinder damit beglücken möchte. Das falsche Verhalten des Fuchses löst zwar Melancholie, aber keinen Ärger aus, denn der Fuchs findet schließlich einen Weg, sich zu entschuldigen. Es ist ein wunderbares Vorlesebuch. Die liebevollen Zeichnungen nehmen den Leser mit in eine winterlich-wunderliche Landschaft und man meint, den Lebkuchenduft wirklich riechen zu können. 

orell füssli Verlag, ab vier Jahren, 32 Seiten, 14,95 Euro 

 

Das Buch „Geflüster im Schnee“  

handelt von Waldtieren, die einen alten und ramponierten Teddy finden. Der Braunbär erkennt sofort, das jemand diesen Bären unheimlich liebgehabt haben muss. Also beschließen die Waldtiere, den Teddy zu flicken und seinen Besitzer zu suchen, was ihnen auch gelingt. Der Teddy gehört einem kleinen Mädchen, das ihn verloren hatte und sich sehr über die Überaschung der Tiere freut. Manchmal ist die Freude über reparierte Lieblingssachen eben weit größer als über alle neu gekauften Dinge.

Verlag minedition, ab drei Jahren, 32 Seiten 13,95 Euro

 

Eine ganz andere Weihnachtsgeschichte erzählen

Erich Jooß und Maren Briswalter in „Drei Könige“. Hier stapfen drei Jungen mit schiefen Kronen los, ähnlich den Sternsingern. Doch sie bitten im Dorf um Gaben für eine arme Familie mit einem Baby. Zunächst werden die Jungen als Bettler verkannt, bekommen dann aber doch Brennholz, Milch und Brot. Die Gaben bringen sie der Familie. „Drei Könige“ erzählt vom Weitermachen trotz widriger Umstände, vom Sich-leiten-Lassen und von Freude, die anderen geschenkt werden kann. 

Verlag Bibelwerk, ab fünf Jahren, 32 Seiten, 16,90 Euro

 

Die Zukunft des Sohnes vom Weihnachtsmann  

scheint in diesem Buch vorbestimmt: Er wird später selbst mal der Weihnachtsmann. Doch das passt dem Kleinen ganz und gar nicht. In Marc-­Uwe Klings Buch „Der Ostermann“ will das Kind des Weihnachtsmannes nicht der Tradition folgen. In witzigen Reimen und mit ziemlich guten Argumenten beharrt Sohnemann zum Entsetzen der Eltern darauf, seine eigenen Ziele haben zu dürfen. Und mit einem Trick schafft er es. Denn der Weihnachtsmann erfüllt ja die Wünsche der Kinder, folglich wünscht sich der Junge, Ostermann werden zu dürfen.

Carlsen Verlag, ab vier Jahren, 48 Seiten, 12,99 Euro

 

Auch ein Klassiker sollte zu Weihnachten nicht fehlen:

„Weihnachten mit Astrid Lindgren“. Auf über zweihundert Seiten feiern in diesem Buch Pippi Langstrumpf, Madita und Polly Weihnachten. Tomte Tummetott wacht weise und leise des Nachts über den Hof seiner Menschen und Tiere. Und die Kinder aus Bullerbü tanzen um den Weihnachtsbaum. Auch die Weihnachtsgeschichte, ein Mann und eine Frau rasten in einem Stall und die Frau bringt ihr Kind zur Welt, hat Astrid Lindgren aufgeschrieben. 

Oetinger Verlag, ab sechs Jahren, 256 Seiten, 22,95 Euro