Pfarreiengemeinschaft Spelle bietet Momente des Aufatmens an

Nicht aus der Puste kommen

Aufatmen im „Jahr des Aufatmens“ – wo geht das? Zum Beispiel in der Pfarreiengemeinschaft Spelle. Die vier Gemeinden im südlichen Emsland laden einmal im Monat zu geistlichen, kreativen, meditativen Momenten ein.

 

Sie laden zum „Atemholen“ ins südliche Emsland ein: Gemeindereferentin Johanna Weßel (v.l.), Pastor Daniel Brinker, Pfarrer Ludger Pöttering und Katechetin Rita Brüggemann. Foto: Petra Diek-Münchow

Und die hat das pastorale Team bewusst alleine vorbereitet. Deshalb haben die Hauptamtlichen im Vorfeld auch nicht Ehrenamtliche gebeten, mal wieder mit zu planen, mit zu helfen, mit anzupacken. „Das hier soll auch ein Angebot für sie und alle sein, das einfach gut tut“, sagt Pastor Daniel Brinker. Einmal im Monat gibt es eine Veranstaltung in einer der Kirchen in Spelle, Venhaus, Lünne oder Schapen – bis Oktober reicht die Reihe.

Was die Gemeindemitglieder und andere Gäste erwartet? Ganz verschiedene Momente des Aufatmens. Mit Musik, Stille und Licht bei einer „Nacht der offenen Kirche“. Mit Meditation und Kunst bei einer Ausstellung. Mit Diskussion bei einem Dialogforum mit dem Weihbischof. Mit einem biblischen „Wort für die Woche“, Exerzitien in Alltag, einer Radtour von Turm zu Turm und einem Nachmittag für Familien. Eingeladen sind alle, die Lust auf das eine oder das andere haben. „Wer kommt, der kommt“, sagt Pfarrer Ludger Pöttering ganz gelassen.

Diese Gelassenheit, sie soll auch das Programm zum Jahresthema des Bistums in der Pfarreiengemeinschaft prägen. „Wir wollen keinen Aktionismus verbreiten und nicht alles muss immer ein großes Event sein“, sagen Gemeindereferentin Johanna Weßel und Katechetin Rita Brüggemann übereinstimmend. Beide freuen sich selbst auf die Abende. „Das tut auch uns gut“, sagt Weßel. Denn schließlich geht es nicht darum, im „Jahr des Aufatmens“ aus der Puste zu kommen.

Pfarrer Pöttering bewegen beim Blick auf das Jahresthema mehrere Gedanken. Er glaubt, dass in den Gemeinden sehr viele Dinge stattfinden, die richtig Kraft kosten. „Aber manchmal laufen wir vielleicht Gefahr, Dinge zu tun, nur um sie tun.“ Die Initiative kann seiner Ansicht nach Akzente setzen, ohne gleich auf Ergebnisse, Leistung und Zahlen zu gucken. „Es geht um ein persönliches Erleben für jeden Einzelnen.“ Daniel Brinker versteht die Angebote dabei auch als Einladung, gemeinsam scheinbar vertraute Dinge wieder neu zu entdecken. Deshalb gehören zu dem Programm auch Gebete und Gesang, die schon länger in Spelle und Venhaus stattfinden – die aber jetzt vielleicht noch mal anders erlebt werden.

Was ebenfalls zu der Veranstaltungsreihe gehört, ist am Schluss eine Gemeindewallfahrt in die italienische Toskana. „Dort werden wir auf den Spuren von Niels Stensen, Franz von Assisi und Katharina von Siena wandeln“, sagt Pastor Brinker. Klingt (ent-)spannend.

Petra Diek-Münchow

 

 

 

Einmal im Monat gibt es zum „Jahr des Aufatmens“ eine Veranstaltung in der Pfarreiengemeinschaft Spelle. Zum Beispiel:

– am 24. Januar ein Segnungsgottesdienst für Täuflinge und ihre Familien
– am 19. Februar eine „Nacht der offenen Kirche“ in Lünne
– im März die Ausstellung „10 Fragen an dich“ in Spelle
– im April „Exerzitien im Alltag“
– am 19. Mai ein Dialogforum mit Weihbischof Johannes Wübbe
– im Juni ein biblisches „Wort für die Woche“, das sich jeder als Zuspruch Gottes aus den Kirchen mitnehmen kann.