13.06.2017

Caritas und Diakonie eröffnen Beratungszentrum

Orientierung mit dem „Compass"

Das neue Diakonie-Caritas-Haus „Compass“ wurde auf dem Gelände der ehemaligen Textilfabrik NINO in Nordhorn eröffnet. Es beherbergt den Caritasverband für den Landkreis Grafschaft Bentheim sowie das Evangelisch-reformierte und das Lutherische Diakonische Werk – mit insgesamt 40 Mitarbeitern.

Schlüsselübergabe mit Architekt Gerold Potgeter (2.v.r.) und Heinz-Hermann Nordholt (2.v.l., Präses reformierter Synodalverband Grafschaft Bentheim) sowie (von links) dem reformierten Kirchenpräsidenten Martin Heimbucher, Bischof Franz-Josef Bode und dem lutherischen Landessuperintendenten Detlef Klahr. Fotos: Sebastian Hamel

An ihrer neuen Adresse, der NINO-Allee 4, bieten die drei Partner in ökumenischer Verbundenheit ihre Hilfe in mehreren Bereichen an: Schuldner-, Sucht- und Schwangerschaftsberatung, Wohnungslosenhilfe, Freiwilligendienst, Kur-, Migrations- und Allgemeine Soziale Beratung gehören dazu.

Zur Eröffnung des gut drei Millionen teuren Baus kamen zahlreiche Vertreter der Stadt, des Landkreises und der Kirchen zu einer Feierstunde im benachbarten Wirtschafts-Kompetenzzentrum zusammen, um anschließend den Neubau zu besichtigen. Heinz-Hermann Nordholt, Präses des reformierten Synodalverbands Grafschaft Bentheim als Bauherr, freute sich, dass sowohl mit Blick auf die Kosten als auch auf die Bauzeit eine Punktlandung erreicht werden konnte.

In einem geistlichen Impuls, den drei Würdenträger der beteiligten Konfessionen gestalteten, sagte der lutherische Landessuperintendent Detlef Klahr, das neue Haus „ist ausgerichtet wie ein Kompass in Richtung Barmherzigkeit“. Bischof Franz-Josef Bode betonte, die Mitarbeiter des „Compass“ handelten in der Spur Gottes, indem sie sich an der Solidarität Gottes mit den Menschen orientieren. In Anspielung auf den lateinischen Namen Compassio (Mitgefühl) erklärte der Bischof, Gott pflege kein herablassendes Mitleid, sondern gehe in die Situation der Menschen in Not selbst hinein und leide mit ihnen.

Der reformierte Kirchenpräsident Martin Heimbucher griff die Kompasssymbolik auf: „Einen Kompass benötigst du, um deinen Standort zu bestimmen und die Richtung zu finden, in die du gehen willst – und genau das soll in dem neuen Haus geschehen.“ Das „C“ erinnere an den, der von sich sagt, er sei Weg, Wahrheit und Leben – drei bedeutsame Aspekte in der Beratungstätigkeit.

Ein besonderer Vorteil für Klienten ergibt sich nach Ansicht der Beteiligten durch die räumliche Nähe aller Bereiche. So nehmen Suchtbetroffene häufig auch die Schuldnerberatung in Anspruch, die sie nun im selben Gebäude finden.
 
Sebastian Hamel