05.08.2016

Auf dem Hermannsweg zur Alm

Plötzlich in einem anderen Land

Die Waldwirtschaft Malepartus Foto: privat

Was es zu sehen gibt:
Bäume, Blätter und Vögel. Hohe Nadelbäume, kleine Bäche und Kieselsteine auf den Wanderwegen erinnern beim Spazieren auf dem Hermannsweg bisweilen an Tirol. Dabei befindet man sich – häufig wechselnd – mal in Nordrhein-Westfalen, mal in Niedersachsen. Zwar ist man nicht auf 2000 Höhenmetern unterwegs, dafür wartet nach einer guten Stunde Fußmarsch eine alpine Besonderheit im Wald. Noch auf der Hügelkuppe bei Lienen steht die Waldwirtschaft „Malepartus“, eine Hütte aus Tiroler Fichtenholz. Namensgeber ist das Schloss aus Goethes „Reinecke Fuchs“. Der Legende nach sei der Vorläufer des Restaurants mit Biergarten – eine Blockhütte – vor mehr als 100 Jahren auf einem Fuchsbau errichtet worden.

Warum es sich lohnt:
Die dichten Baumkronen, die sich über dem Hermannsweg erstrecken, spenden Schutz vor der Sonne aber auch vor Regen. Obwohl man links und rechts von der Hügelkuppe, auf der der Weg verläuft, Dörfer, Straßen und Felder erahnen kann, fühlt man sich wie in einem anderen Land. Nach knapp fünf Kilometern kann man sich im Biergarten des „Malepartus“ ein kühles Weizenbier und eine Brezel gönnen.

Öffnungszeiten:
Der Hermannsweg ist in der Regel ganzjährig rund um die Uhr zugänglich. Die Waldwirtschaft Malepartus ist täglich von 11 bis 23 Uhr geöffnet, Donnerstag ist Ruhetag.

Kosten:
Wandern kostet nichts. Die Speisekarte des „Malepartus“ finden Sie auf www.waldwirtschaft-malepartus.de

Wie man dorthin kommt:
Mit den Buslinien 465 und 466 ab Osnabrück Hauptbahnhof 37 Minuten Fahrt nach Bad Iburg „Charlottensee“. Blickt man auf den See und die dahinterliegende Burg, braucht man sich nur noch umzudrehen und den Schildern im Wald zu folgen. Mehrere Pfade führen ans Ziel. (pad)