16.06.2017

Geplante Schließung des Instituts für Kunstgeschichte

Protest mit Kunst

Die Zukunft des Instituts für Kunstgeschichte an der Osnabrücker Universität ist ungewiss. Es soll geschlossen werden. Kunsthistoriker, Museen und Kultureinrichtungen laden deshalb an diesem Sonntag, 18. Juni, zum Tag der Kunstgeschichte ein – eine Rettungsaktion.

Staunen und erklären: Klaus Niehr, Hermann Queckenstedt, Silke Grade und Joanna Olchawa betrachteten nicht nur das Kapitelskreuz im Osnabrücker Domschatz, sondern stellten auch den „Tag der Kunstgeschichte“ vor. Foto: Diözesanmuseum Osnabrück/Hermann Pentermann

Unter dem Motto „Nah dran“ zeigen die Initiatoren zwischen 10 und 22 Uhr, wie wichtig der Beitrag des Instituts zum Verständnis der regionalen Geschichte ist. Für Hermann Queckenstedt, Direktor des Diözesanmuseums Osnabrück, ist eine Zusammenarbeit mit den Studenten und Lehrern des Instituts für Kunstgeschichte unverzichtbar. Während er darüber in einer Pressekonferenz spricht, führt der studentische Mitarbeiter Stefan Spitzer gerade Kindergartenkinder durch die aktuelle Playmobil-Ausstellung. Darüber hinaus sammelt er als Museumsaufsicht erste praktische Erfahrungen im Umgang mit Besuchern und arbeitet als Nachwuchswissenschaftler am Bestandskatalog des Hauses mit. Sollte diese praktische Hilfe künftig nicht mehr möglich sein, erklärt Queckestedt, werde sich dies destaströs auf die Arbeit im Diözesanmuseum auswirken.

Zu den Kooperationspartnern des Instituts für Kulturgeschichte gehören in der Stadt neben dem Kulturgeschichtlichen Museum und dem Felix-Nussbaum-Haus auch der Landschaftsverband Osnabrücker Land, die Kunsthalle, das European Media Art Festival, die Vordemberge-Gildewart-Initiative, das Stadtgaleriecafé und der Kunstraum Hase 29.

Sie alle bieten Führungen, Vorträge und Rundgänge an, mit denen die Osnabrücker Kunsthistoriker an diesem Sonntag ihren Beitrag zu regionalen Kunst- und Kulturszene dokumentieren. Zentrale Anlaufstelle ist dabei das Diözesanmuseum, wo Um 15 Uhr findet dort Podiumsgespräch über die Institutsarbeit statt.

Um 16.30 Uhr gibt es im Felix-Nussbaum-Haus die Präsentation „Felix Nussbaum und seine Masken“ für türkischsprachige Kinder und Jugendliche und um 12 und 16.30 Uhr Kurzvorträge über die Skulpturen der „Ecclesia und Synagoga“ in der Marienkirche.

Das komplette Programm als pdf-Datei