15.06.2016

Viele Urlaubsangebote auf den Ostfriesischen Inseln und an der Küste

Saison für „Seelsorge am Meer"

Bald gibt es Ferien – endlich. Zeit zum Durchatmen, Zeit zum Auftanken, Zeit für neue Eindrücke. Genau das will die „Seelsorge am Meer“ den Gästen an der Küste und auf den Inseln anbieten. Für das Team der Urlauberseelsorge startet jetzt die (Hoch)Saison.

 

Ferienzeit ist Urlaubszeit – zum Beispiel auf einer Nordseeinsel.
Foto: Till Backhaus

Und das ist zugleich die erste Sommersaison für Natalia Löster. Die 27-Jährige gehört neu zum Team der „Seelsorge am Meer“ – der katholischen Urlauberseelsorge in Ostfriesland. An die Region hat sich die gebürtige Berlinerin schnell gewöhnt. „Moin“, sagt sie zum Gruß ins Telefon, ganz selbstverständlich.

Dieses „Moin“ klingt richtig fröhlich. Man spürt, dass die junge Theologin sich auf den Start der Saison freut. „Das ist ein total spannendes pastorales Einsatzfeld, eine große Chance für die Kirche“, sagt sie. „Da kann man auch mal neue Wege ausprobieren.“ Gemeinsam mit Teamleiterin Carolin Hanke hat sie in den vergangenen Monaten viele Veranstaltungen geplant und organisiert. Wichtig ist beiden die ökumenische Zusammenarbeit und die Abstimmung mit den Pastoralteams auf den Inseln, die selbst Angebote für die Gäste machen. Löster findet, dass jede Nordseeinsel ein eigenes Profil hat. „Spiekeroog mit der schönen Zeltkirche zieht vor allem Musikinteressierte an, dafür laufen auf Juist Vorträge sehr gut.“

„Ökumenischer Strandkorb“ in Norddeich

Was kann Urlauberseelsorge überhaupt anbieten? „Heimat auf Zeit“, sagt Natalia Löster zum Beispiel: durch den spirituellen Impuls in einem Gottesdienst, durch den Austausch nach einer literarischen Lesung oder einem Konzert. „Wenn man fremd ist, lässt man sich vielleicht mehr auf Begegnung ein“, glaubt die Referentin. Und außerdem haben die Gäste im Urlaub Zeit und eine größere Offenheit, sich auch mit Themen zu befassen, die sonst im Alltag untergehen.

Für die nächsten Wochen hat die 27-Jährige ein paar persönliche „Highlights“. Das sind zum Beispiel die Strandgottesdienste in Norddeich: Gebet und Gesang in großer Runde, mit Blick auf die See, unter dem weiten Himmel an der Küste. „Das ist ein richtiger Knüller“, sagt sie. Genauso gut findet Löster den „ökumenischen Strandkorb“ in Norddeich. Vom 4. Juli bis zum 25. August sitzen evangelische und katholische Seelsorger dort – montags und donnerstags von 14 bis 17 Uhr, bereit für Gespräche über Gott und die Welt.

Und dann können die Gäste auch noch „nach.sit7en“ – nach dem Gottesdienst um sieben Uhr abends in Norden. Auf dem Vorplatz der katholischen Kirche St. Ludgerus gibt es einen Happen Käse, ein Glas Wein und die Möglichkeit, neue oder bekannte Gesichter zu sehen. „Ganz entspannt und locker“, erklärt die Urlauberseelsorger. „Jeder ist eingeladen.“

Petra Diek-Münchow

 

 

Zum Start der Ferien gibt es an der Küste und auf den Inseln viele spirituelle Angebote. Zum Beispiel diese:
 
– Baltrum: „Biblische Geschichten neu erzählt“ – am Sonntag, 26. Juni, ab 19.30 Uhr, evangelische Inselkirche.
– Borkum: Geistliche Kirchenführung in der Kirche Maria Meeresstern – am Dienstag, 21. Juni, um 10.30 Uhr
– Norddeich: Strandgottesdienst am Grünstrand beim Haus des Gastes – am Sonntag, 26. Juni, um 10 Uhr, mit Shantychor.
– Langeoog: „Klangvisionen der Hildegard von Bingen“, Konzert in der St.-Nikolaus-Kirche – am Donnerstag, 30. Juni, um 20.30 Uhr.
– Spiekeroog: Kirchenführung durch die drei Spiekerooger Kirchen – am Dienstag, 21. Juni, 11 Uhr ab St. Peter
– Bensersiel: Andacht Campingplatz – am Mittwoch, 29. Juni, um 21 Uhr im Kirchenzelt.

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