02.11.2017

Hospiz- und Palliativtag in Lingen

Was brauchen sterbende Menschen?

300 Teilnehmer werden sich beim Hospiz- und Palliativtag in Lingen darüber Gedanken machen, wie die Rahmenbedingungen für die Bedürfnisse von Menschen am Ende des Lebens aussehen. Seit zwei Jahren gibt es dazu ein Gesetz.

Die meisten Menschen möchten zu Hause sterben. Foto: iStockphoto

Früher starben die Menschen zu Hause. Im Kreis ihrer Familie. Am gewohnten Ort. Das Wissen, wie Sterbende versorgt werden können, welche Bedürfnisse sie haben, war über Jahrhunderte in den Familien vorhanden, ist in den vergangenen Jahrzehnten aber durch bessere medizinsche Versorgung mehr und mehr verlorengegangen. Durch Hospizarbeit und Palliativversorgung ist in jüngerer Zeit wieder ein neuer Blick auf die Situation möglich geworden.

Ein wichtiger Baustein in der Informationsvermittlung ist der Emsländische Hospiz- und Palliativtag, der zum dritten Mal im Lingener Ludwig-Windthorst-
Haus (LWH) stattfindet. Verschiedene Institutionen werden am Mittwoch, 8. November, die Gelegenheit nutzen, ein Netzwerk zu knüpfen. Denn Ehrenamtliche in der Hospizarbeit, hauptberufliche Pflegekräfte, Ärzte und Seelsorger ziehen bei der Arbeit an einem Strang.

Für Anja Egbers, Diözesanreferentin für Hospizarbeit und Trauerpastoral im Bistum Osnabrück, ist dabei ein Aspekt besonders wichtig: Im November 2015 hatte der Bundestag mit dem Hospiz- und Palliativgesetz die Rahmenbedingungen für eine gute Versorgung festgeschrieben. „Zwei Jahre später wollen wir nachhaken, was sich in unserer Region und in Niedersachsen bereits verändert hat“, sagt sie. „Und wir wollen viele Menschen darüber informieren.“ Eine Zwischenbilanz zieht in seinem Vortrag Sven Schwabe vom Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen. (pe)

Hier gibt es mehr über den Hospiz- und Palliativtag