19.09.2017

Eine Broschüre gibt Auskunft

Wofür gibt die Kirche Geld aus?

In einer Broschüre hat das Bistum die Finanz- und Vermögenswerte dreier Körperschaften aufgelistet. Hinter den Zahlen stehen rund 32.000 Mitarbeiter, die einen kirchlichen oder caritativen Dienst ausüben.

Jedes Jahr geben Generalvikar Theo Paul und Finanzdirektor Joachim Schnieders einen Überblick über das abgelaufene Geschäftsjahr von Bistum, Bischöflichem Stuhl und Domkapitel, jedes Jahr eine große Ansammlung mit Zahlen und Vermögenswerten. Die Verantwortlichen reagieren damit auf das größer werdende Interesse an der Haushaltslage der Kirche, doch Generalvikar Paul ist ein Hinweis stets wichtig: „Wir sind kein Konzern, auch wenn wir die für Kapitalgesellschaften geltenden Anforderungen bei der Wirtschaftsprüfung erfüllen“, sagt er. „Hinter dem Zahlenwerk stehen die Menschen dieser Region, dahinter stehen soziale Einrichtungen, die für die Menschen da sind.“

Wichtig ist beiden Protagonisten, dass die Arbeit des Bistums nachhaltig ist: „Was wir heute gestalten, müssen wir auch heute bezahlen“, sagt der Generalvikar. Und um Verlässlichkeit auch für die Zukunft zu gewährleisten, müssten Teile der laufenden Einnahmen zurückgelegt werden. Dazu gehöre beispielsweise der Pensionsfonds für derzeit 740 Priester sowie Beamte aus der Bistumsverwaltung und den Schulen, um deren Ruhestandsgehälter zu zahlen – nicht zuletzt auch eine Aufgabe, die der Gesetzgeber verlangt.

Die Jahresbilanz des Bistums beläuft sich Ende 2016 auf 195,5 Millionen Euro. Der größte Teil (139 Millionen Euro) besteht laut Finanzdirektor Schnieders aus Finanzanlagen wie beispielsweise Wertpapieren. Der Bischöfliche Stuhl, unter dessen Dach soziale Einrichtungen geführt werden, kommt auf eine Bilanzsumme von 105,2 Millionen Euro. Das Domkapitel, das sich um das Leben rund um den Dom kümmert, kommt auf ein Bilanzvolumen von 12,4 Millionen Euro. Die Jahresabschlüsse der drei Körperschaften wurden von unabhängigen Wirtschaftsprüfern geprüft. Schnieders blickt positiv in die Zukunft: „Die Ertrags- und Vermögenslage lässt uns unsere Aufgaben auch in den kommenden Jahren erfüllen“, sagte er.

Matthias Petersen

Das Medienhaus des Bistums hat zu den Finanzberichten eine Broschüre erstellt. Sie kann hier heruntergeladen werden