08.09.2017

Reiseblogs sind online!

Zwei Schulen auf großer Fahrt

Die Osnabrücker Domschule und die Angelaschule gehen auf Schulfahrt. In Rom und am Gardasee wollen sie pilgern und die Gemeinschaft stärken. Der Kirchenbote begleitet sie mit einem Blog.

Die Vorfreude wächst: Bereits im Mai war ein Vortrupp der Domschule in Rom, um die Schulfahrt vorzubereiten. | Foto: privat

Rund 750 Schüler, 61 Lehrer, 48 Eltern – eine Reise im XXL-Format. Bereits zum dritten Mal fährt die Schulgemeinschaft der Osnabrücker Domschule vom 22. bis 29. September nach Rom. Seit über einem Jahr laufen die Vorbereitungen für die große Fahrt, langsam steigt die Spannung in den Schulfluren. Was macht den Reiz einer solchen Pilgerfahrt aus? Eine Antwort auf diese Frage fällt der stellvertretenden Schulleiterin Sabine Müller nicht schwer: „Es ist unglaublich gemeinschaftsstiftend. Und wenn man Ehemalige fragt, was von der Schulzeit in Erinnerung geblieben ist, dann wird ganz oft als Erstes die Romfahrt genannt.“

Schon jetzt merke man wieder, dass die Jahrgänge zusammenrücken, die Vorfreude alle miteinander verbinde. „Sicher kann man auch alleine nach Rom fahren oder mit der Familie. Aber spezielle Erlebnisse hat man wirklich nur in so einer großen Gruppe“, erzählt Sabine Müller begeistert und denkt dabei an die Lichterprozession und die Messe im Petersdom, die Teilnahme an der päpstlichen Generalaudienz mit dem großen Banner, die gemeinsame Abfahrt und Ankunft in der langen Buskolonne und nicht zuletzt die Festivalbändchen und die gleichen T-Shirts, die auch äußerlich zeigen: „Wir gehören zusammen!“

Besonderes Erlebnis: eine Messe im Petersdom

Auch der Pilgeraspekt sei für eine katholische Schule wichtig. Es gebe einen Reisesegen, tägliche Morgenimpulse und ein eigenes Liederbuch, das auch jeder Schüler mit nach Hause nehmen darf – „da kommt vieles zusammen“. Höhepunkt sei hier natürlich die eigene Messe im Petersdom, „die auch für Kirchenferne ein besonderes Erlebnis ist. Das berührt auf der emotionalen Ebene, schafft eine positive Haltung zur Kirche“, ist Sabine Müller überzeugt.

Als Pilger sind auch Schüler und Lehrer der Angelaschule zur gleichen Zeit in Italien unterwegs: Am Gardasee begibt sich die Schulgemeinschaft auf die Spuren der heiligen Angela Merici, Ordensgründerin des Ursulinenordens und Namensgeberin der Schule. Sie lebte und wirkte zwischen 1470 und 1540 überwiegend in Bescia am Gardasee und half jungen geächteten Frauen, gab ihnen Bildung und sorgte für Schutz. „Auch wir bemühen uns um Menschen, die Hilfe benötigen“, betont Beatrix Timpe-Urban, Mitglied der Schulleitung.

Das gelte sowohl für den Schulalltag, in dem zum Beispiel Inklusion ganz selbstverständlich gelebt werde, als auch für die Schulfahrt: So wurde bereits vor Fahrtantritt mit Projekten wie einem Sponsorenlauf und Bezuschussungen aus dem Sozialfonds dafür gesorgt, dass niemand aus finanziellen Gründen zu Hause bleiben muss. Mit Gottesdiensten, selbst gestalteten Morgenimpulsen und Gemeinschaftsaktionen wollten sie den Schülern in Italien das Gefühl geben, „dass es um mehr geht, als nur um Leistung, sondern dass es etwas gibt, das uns trägt“.

Der Kirchenbote begleitet beide Schulen auf seiner Homepage mit je einem eigenen Reiseblog, der bereits in diesen Tagen online geht. Neben dem Programm und Reiseberichten enthalten die Blogs auch wichtige Tipps, Impulse und Informationen. So können Daheimgebliebene die Fahrten miterleben und am Geist der Gemeinschaft teilhaben, der diese Fahrten so besonders macht.

Astrid Fleute

Den Reiseblog der Domschule finden Sie hier: www.romfahrt.mitteiler.net

Den Reiseblog der Angelaschule finden Sie hier: www.mitteiler.net/gardasee