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Genuss statt Vollrausch
Pünktlich zum Ossensamstag am 13. Februar werben Initiativen in Osnabrück und dem Emsland für kontrolliertes Trinken beim Karneval. Um zu zeigen, wie uncool so ein Vollrausch ist, gestalten einige Jugendliche jetzt sogar einen eigenen Motivwagen für den Karnevalsumzug.
Noch fehlt der Schnapsdrossel der Kopf. Sie liegt als schwarzer Rumpf im Sportkeller eines Don-Bosco-Jugendhauses in Osnabrück (siehe Foto). Bis zum Ossensamstag am 13. Februar müssen die Jugendlichen und ihre Betreuer noch einiges schaffen, damit der Vogel aus Pappmaché zum Maskottchen ihres Motivwagens wird.
Gemeinsam mit den Mitarbeitern von „HaLT“ basteln sie an ihrem Auftritt beim Karnevalsumzug. HaLT steht für „Hart am Limit“ und ist ein Projekt des Caritasverbandes für die Stadt und den Landkreis Osnabrück. Es weist Eltern und Jugendliche auf die Gefahren des Alkohols hin. Dabei soll es nicht darum gehen, Alkoholgenuss generell zu verteufeln, sagt Irene Kudi von der Caritas. Aber den jungen Menschen solle klarwerden, dass es um den Genuss, nicht um den Rausch geht. Das wollen die Wagenbauer den gleichaltrigen mitgeben, wenn sie am Ossensamstag losziehen. Ihr Motto: Wir sind doch keine Schnapsdrosseln! Das HaLT-Team hat zusätzliche Helfer an den Straßen, die Betrunkenen beim Ausnüchtern helfen.
Ebenso wie die HaLT-Initiative in Osnabrück wirbt das KomA-Team im Emsland bei den Umzügen in Bawinkel am 13. Februar und in Emsbüren am 15. Februar um einen „kontrollierten Umgang mit Alkohol“ (KomA). Der KomAwagen ist quietschgelb und die Mitarbeiter bieten einen Getränketausch an: Wer beim Umzug Bier oder Schnaps abgibt, erhält dafür Saft oder Wasser. Kamelle gibt es so oder so.
Mehr Infos auf http://www.caritas-os.de und http://www.koma-emsland.de
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