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Christen spenden für jüdische Synagoge

Die Jüdische Gemeinde in Osnabrück hat für den Bau ihrer jetzt wiedereröffneten Synagoge von katholischen und evangelischen Gläubigen finanzielle Unterstützung erhalten: Vertreter beider christlichen Kirchen überreichten dem Vorsitzenden der Gemeinde, Michael Grünberg, heute einen Scheck über knapp 33.000 Euro.

Übergabe Spendenscheck Synagoge

Einen symbolischen Scheck über genau 32.986,21 Euro erhielt die Jüdische Gemeinde in Osnabrück. Im Bild u.a. der Generalvikar des Bistums Osnabrück (links), der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Michael Grünberg (2. von links), der evangelische Landessuperintendent Burghard Krause (5. von links) und rechts neben ihm Rabbiner Shimon Großberg


Katholische und evangelische Christen hatten in ihren Gemeinden in der Stadt und im Landkreis Osnabrück in den vergangenen Wochen rund 13.000 Euro gespendet. Darüber hinaus stellten das katholische Bistum und der evangelische Sprengel jeweils zusätzlich 10.000 Euro zur Verfügung.

Der Landessuperintendent für den evangelisch-lutherischen Sprengel Osnabrück, Burghard Krause, bezeichnete die Spendenübergabe als ein „ökumenisches Signal“. Die Gemeindemitglieder hätten „kräftig gesammelt“. Nach Angaben des katholischen Stadtdechanten Hermann Wieh ist bei den Kollekten in den Gemeinden auffällig mehr gespendet worden als bei den regulären Sammlungen. Der Generalvikar des Bistums Osnabrück, Theo Paul, wies auf das enge Band zwischen Christen den Juden als deren „Weggefährten“ hin. Gemeinde-Vorsitzender Grünberg bezeichnete die Spende der christlichen Kirchen als ein „deutliches und schönes Zeichen“ und würdigte das gute Verhältnis der Jüdischen Gemeinde zu den beiden christlichen Kirchen.

Während der rund eineinhalbjährigen Bauphase für die Erweiterung und den Neubau von Synagoge und Gemeinderäumen hatte das Bistum Osnabrück der Jüdischen Gemeinde Ersatzräume in der Osnabrücker Innenstadt zur Verfügung gestellt. Die Gemeinde ist in den vergangenen Jahren vor allem durch den Zuzug von Juden aus Osteuropa stark gewachsen, zählt inzwischen rund 1.000 Mitglieder und ist damit die zweitgrößte jüdische Gemeinde in Niedersachsen. Zum Gemeindegebiet gehören die Stadt und der Landkreis Osnabrück sowie die Landkreise Emsland und Grafschaft Bentheim.



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