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Mütter helfen Müttern
Ein Partnerschaftsprojekt zwischen der Caritas St. Petersburg und der St.-Josef-Gemeinde aus Hasbergen hilft jungen Mütttern in Russland. Denn oft fehlt den jungen Frauen die Unterstützung durch ihre Familie.
Margret Breiwe-Trienen (li.) und Magdalena Hollen-Schulte freuen sich über ein Dankeschön der jungen Mütter aus St. Petersburg: bunt bemalte Eier für den Osterstrauch
Das Kooperationsprojekt unterstützt seit 2003 junge Mütter, bis ihre Kinder eineinhalb Jahre alt sind. Das Projekt „Schutz des Lebens“ bietet den kleinen Familien dreierlei Hilfe. Um die Mütter finanziell zu entlasten, bekommen sie die Baby-Grundausstattung wie Windeln oder Kleidung. Für die medizinische Versorgung und psychologische Betreuung von Mutter und Kind sorgen eine hauptamtliche Psychologin und eine Ärztin. Und ehrenamtliche Helfer beraten die Frauen bei Schwangerschaften und geben Ernährungstipps. So bietet das Projekt „Hilfe zur Selbsthilfe für die Mütter“, wie Margret Breiwe-Trienen und Magdalena Hollen-Schulte erklären.
Breiwe-Trienen und Hollen-Schulte gehören zum Eine-Welt-Kreis aus Hasbergen, der sich seit mehreren Jahren für St. Petersburg engagiert. Mit 47 Frauen und deren Kindern ist das russische Projekt voll ausgelastet – Frauen aus dem ganzen Land stehen auf der Warteliste. Sie erfahren entweder durch Mundpropaganda oder in staatlichen Beratungsstellen von dem Caritas-Projekt in St. Petersburg. Auch sie wollen all das lernen, was ein „sicheres Kind-Sein“ ausmacht, sagt Hollen-Schulte.
Warum so viele Frauen in Russland jung schwanger werden, liege vor allem an der fehlenden Aufklärungsarbeit in den Schulen. Die beiden Helferinnen aus Hasbergen erklären: „Die jungen Mädchen wissen oft nicht einmal, wie ihr Körper biologisch aufgebaut ist.“ Deshalb arbeite das Projekt „Schutz des Lebens“ eng mit einer örtlichen Universität zusammen. Die dortigen Studenten werden von Helfern des Projektes aufgeklärt und tragen ihr Wissen dann in die Schulen weiter. Diese Arbeit findet auch der Eine-Welt-Kreis der St.-Josef-Gemeinde in Hasbergen wichtig. Deshalb unterstützt er die Arbeit durch finanzielle Hilfen. Das in Deutschland gesammelte Geld stammt aus Kollekten, Glühweinverkäufen beim Martinsumzug und Solidaritätsmärschen.
Am Freitag, 12. März, findet ein Treffen für alle am St.-Petersburg-Projekt Interessierten statt. Beginn ist um 19.30 Uhr im Pfarrgemeindehaus St. Josef in Hasbergen, Kolpingstraße 1.
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