Familie
Eselsbrücke für die Fastenzeit
Invocabit, Oculi und Laetare – die Namen der Fastensonntage sind Zungenbrecher, denn Sie wurden nach den ersten Worten der Wochenpsalmen in Latein benannt. Ganz schön kompliziert... Leichter merken kann man Sie sich mit einer Eselsbrücke, dem Merksatz „In rechter Ordnung lerne Jesu Passion."„I“ steht für Invocabit
1. Fastensonntag
(Psalm 91,15: „Wenn er mich anruft, dann will ich ihn erhören.“)
„R“ für Reminiscere
2. Fastensonntag
(Psalm 25,6: Denk an dein Erbarmen, Herr.)
„O“ für Oculi
3. Fastensonntag
(Psalm 25,15: Meine Augen schauen stets auf den Herrn.)
„L“ für Laetare
4. Fastensonntag
(Jesaja 66,10: Freut euch mit Jerusalem.)
„J" für Judica
5. Fastensonntag
(Psalm 43,1: Verschaff mir Recht, o Gott.)
„P" für Palmarum
Palmsonntag
(Psalm 69,17: „Erhöre mich, Herr).
Übrigens: Das Wort Eselsbrücke kommt aus der Philosophie. Die Scholastiker prägten es und sprachen von einer „pons asinorum“. Diese Brücke half ihnen, komplizierte Lehrsätze zu erfassen. Um das Bild zu verstehen, muss man wissen: Langohren hassen nasse Hufe. Stur weigern sie sich, einen Fluss oder Bach zu durchqueren. Um die Lasttiere dennoch dazu zu bewegen, mussten die Menschen kleine Brücken und Stege bauen – Eselsbrücken eben!
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