18.04.2018

Frauenkundgebung in Ahmsen

„Ein Gefühl von Einheit soll entstehen"

An zwei Tagen im Mai steht die Waldbühne Ahmsen ganz im Zeichen der Frauenkundgebung. In diesem Jahr spricht die Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), Mechthild Heil. Sie ist zum ersten Mal dort, aber von der Kundgebung hat sie schon viel Gutes gehört.

Mechthild Heil kommt als Referentin zu den Kundgebungen
nach Ahmsen. | Foto: privat

Zweimal ausverkauft: Jedes Jahr im Mai meldet die Waldbühne Ahmsen ein volles Haus, wenn rund 5000 Frauen ins nördliche Emsland ziehen, um sich einen Vortrag anzuhören und das aktuelle Stück der Waldbühne anzusehen. Am 23. und 24. Mai (Mittwoch und Donnerstag) kommt als Referentin Mechthild Heil nach Ahmsen: Sie ist nicht nur Bundestagsabgeordnete, sondern vor allem Bundesvorsitzende der kfd.

Heil stammt aus Andernach in Rheinland-Pfalz und war noch nie in Ahmsen, „aber die Frauen, die mich eingeladen haben, haben begeistert von der Kundgebung erzählt“, sagt sie im Gespräch mit dem Kirchenboten. In ihrem Heimatort hat sie den Frauenverband kennengelernt und sich dort an der Basis engagiert. Seit 2017 ist sie Bundesvorsitzende und will in Ahmsen viel von der kfd erzählen. „Ein Gefühl der Einheit soll entstehen“, sagt sie, „weil wir doch alle am gleichen Strang ziehen.“

Die Basis des Verbands sei wichtig, sagt Heil. „Wir können auf der Bundesebene viel anstoßen, aber ohne die Frauen, die vor Ort sind, können wir nicht viel machen“, meint sie. – gerade in Zeiten, in denen viele Kirchengemeinden zusammengelegt würden. „Wir sind vor Ort und halten das Gemeindeleben am Laufen; man braucht uns“, sagt Heil und denkt dabei an geselliges Miteinander, das sie nicht missen möchte. Zugleich erzählt sie von Gottesdiensten jenseits der offiziellen Form, in denen man den Glauben kennenlernen und Kirche einmal anders erleben könne: „So etwas gibt Nahrung für Kopf und Seele“, sagt sie lächelnd. „Auf jeden Fall erreichen wir mit unseren Angeboten alle gesellschaftlichen Schichten, das fördert den Zusammenhalt.“

Auf der anderen Seite sei die politische Dimension des Frauenverbandes ebenso wichtig: „Wir sind zusammen fast 500 000 Frauen. Und wenn wir die Stimme erheben, wenn wir eine bestimmte Position besetzen, dann hat das schon enormes Gewicht.“ Heil erwähnt die Mütterrente, für die auch kirchliche Verbände gestritten haben. „Ich glaube, die Gesellschaft erwartet von uns, dass wir solche ,weichen Positionen‘ besetzen.“ (pe)