04.03.2019

Aschermittwoch der Frauen

„Jede Frau kann Vorbild sein"

Der Aschermittwoch der Frauen wird im Bistum Osnabrück vom Diözesanverband der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) vorbereitet. An vielen Orten wird der Aschermittwoch der Frauen angeboten, so auch in Ahmsen. In diesem Jahr werden sich die Teilnehmerinnen mit dem Thema Vorbilder befassen.

Am 6. März findet wieder der Aschermittwoch der Frauen statt – auch an verschiedenen Orten im Bistum Osnabrück. Foto: fotolia

Frau Jansen, Sie sind im Vorbereitungsteam für die Veranstaltung in Ahmsen aktiv. Wer kann heutzutage Vorbild für Frauen sein?

Ein vorbildlicher Mensch wird an seinen Fähigkeiten, seinen Taten oder sein Verhalten gemessen. Wir können uns große Vorbilder aus der Bibel, unter den großen Heiligen oder aus der Politik suchen. Wenn wir uns die Biografien mancher berühmter Frauen  anschauen, können diese Lebensgeschichten durchaus für unser Leben vorbildlich sein. Aber auch heutzutage gibt es Menschen, die für uns Vorbild sein können,  sicher auch  Menschen aus der Familie oder dem Bekanntenkreis. Oftmals eignen wir uns unbewusst Verhaltensweisen anderer, uns sympathischer Menschen an.

Muss jemand besonders fromm sein, damit er/sie  als Vorbild taugt?

Es kommt darauf an, was unter dem Begriff „fromm“ verstanden wird. Für uns Christinnen ist sicher Jesus Christus ein großes Vorbild. Oder auch diejenigen, die ihm nachgefolgt sind, wie die Heiligen oder eine Frau wie Maria Magdalena. Aber auch die würde ich nicht unbedingt als fromm bezeichnen. Sie haben ihre Ecken und Kanten, aber gerade darum können wir uns mit ihnen identifizieren, können sie Orientierungshilfe für unser Leben sein. Jede Frau kann für jede Frau Vorbild sein.

Monika Jansen, Organisationsteam Ahmsen.
Foto: privat

Wodurch zeichnet sich vorbildhaftes Benehmen für Sie aus?

Ein Vorbild für mich ist jemand, der authentisch ist. Vorbildhaft sind Menschen, die zu ihren Schwächen stehen, ihre Stärken erkannt haben und bewusst einsetzen. Jemand für mich zum Vorbild erklären, kann nur ich selbst, nicht auf eine Empfehlung hin wie: „Nimm dir doch die zum Vorbild“.

Kann man selbst auch ein Vorbild sein?

Ich bin überzeugt, dass ich für manche Menschen Vorbild bin, ganz sicher auch für meine Kinder, so wie meine Eltern für mich Vorbild waren. Karl Valentin sagte: „Wir brauchen unsere Kinder nicht erziehen, sie machen uns sowieso alles nach.“ So hoffe ich doch sehr und weiß es auch,  dass ich für meine Kinder in vielen Bereichen ein positives Vorbild bin. Ich fühle mich auch gut dabei,  wenn ich  ehrlich und verantwortungsvoll mein Leben  gestalte. Wir Frauen sollten unsere Fähigkeiten nicht verstecken, sondern selbstbewusst in den Spiegel schauen und zu uns selbst sagen: „Ich bin gut, so wie ich bin.“

Interview: Andrea Kolhoff

Aschermittwoch der Frauen, Mittwoch, 6. März, 15 Uhr, Jugendkloster Ahmsen, Am Kloster 8. Kosten: 15 Euro (Material und zwei Mahlzeiten). Anmeldung unter Telefon 0 59 62/14 71, E-Mail: jansen-herzlake@t-online.de