11.06.2019

Internetseite für Kinder

Antworten auf Kinderfragen

Wie sieht Gott aus? Was passiert, wenn Menschen sterben? Wie geht Beten? Kindgerechte und spannende Informationen über Gott und den christlichen Glauben gibt es auf der Internetseite „www.reliki.de“, die im Bistum Osnabrück entsteht. Jetzt wurde sie erneuert und erweitert.

Glauben kommt von fragen.“ So steht es in großen Buchstaben unter dem bunten Regenbogen auf der Startseite von www.reliki.de. Fragen zum Glauben sind aber oft nicht leicht zu beantworten. Daher hat das Bistum Osnabrück schon vor fünf Jahren diese bunte Internetseite  für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren entwickelt. Jetzt wurde sie „relaunched“, das heißt, sie wurde mit einem neuen Layout und neuen Inhalten versehen. www.reliki.de  – was verbirgt sich eigentlich dahinter?

Wie reliki entstanden ist

Enwickelt wurde die Internetseite vor fünf Jahren im Rahmen eines katechetischen Prozesses im Bistum Osnabrück zur Zukunft des Glaubens. „Es gab schon länger die Idee und den Wunsch des Bischofs, im Internet etwas für Kinder zur Glaubensvermittlung anzubieten, Kinderfragen zum Glauben zu beantworten. Und im Rahmen dieses Prozesses wurde es dann umgesetzt“, erzählt Annika Ehrbar, Redakteurin für Onlinekommunikation in der Pressestelle des Bistums. Bis heute sei die Seite eines von wenigen Angeboten dieser Art für Kinder im Netz, das sonst eher Glaubensangebote für Jugendliche oder junge Erwachsene bereithalte.

Wie ist die Seite aufgebaut?

Es gibt fünf Themenbereiche, hinter denen sich Fragen und Antworten verbergen: „Gott“, „Leben und Tod“, „Kirche“, „Feste“, „Bibel“ und „Deine Fragen“. Beim letzten Punkt haben Kinder die Möglichkeit, selbst eine Frage zum Glauben zu stellen und sie über ein Formular an die Redaktion zu senden. Die Antwort kommt dann schnellstmöglich per E-Mail zurück. Antworten auf Glaubensfragen sind oft sehr komplex und nicht immer eindeutig. Daher ist das Motto der Internetseite „Glauben kommt von fragen“ auch Programm: Kinder sind eingeladen, sich hier auf den Weg der Fragen zu machen und dabei vielleicht auch ganz eigene Antworten für sich selbst zu finden. „Wir wollen nichts vorgeben. Die Kinder sollen den Glauben auch entdecken und eigene Antworten finden. Wir geben Impulse, aber lassen auch etwas offen“, erklärt Annika Ehrbar. „Was meinst du?“ – Dieser Zusatz unter manchen Antworten soll auch zum Nachdenken und zum Gespräch über den Glauben anregen.

Was neu ist auf „reliki“?

Inhaltlich ist vor allem der Themenbereich „Bibel“ vergrößert worden. Mitarbeiter und Kinder von Grundschulen und Kindertagesstätten, mit denen die Redaktion zusammenarbeitet, hatten sich dies gewünscht. So sind nun neben Informationen zu Aufbau und Entstehung der Bibel auch verstärkt Inhalte zu biblischen Geschichten rund um Noah, Mose oder die Zehn Gebote zu finden. Auch in den anderen Bereichen tauchen vereinzelt neue Fragen auf und im kommenden Jahr wird die Themenliste noch um den Bereich „andere Religionen“ erweitert. Auch die Erklärfilme zu einzelnen Themen werden ausgebaut. Die hauptsächliche Neuerung ist jedoch nicht inhaltlich, sondern eher im Umgang mit der Seite zu finden. „Die Kinder können die Seite nun mehr spielerisch nutzen und dabei merken: Es kann auch Spaß machen, Fragen zum Glauben zu entdecken“, so Ehrbar. Hierfür wurden Wimmelbilder entwickelt, auf denen die Kinder einzelne Elemente suchen und anklicken können, hinter denen sich dann Fragen und Antworten verbergen.

Wer sich hinter den Antworten verbirgt

Die Antworten stammen von einem großen Team. Das wird gebildet aus Theologen, Journalisten und Kindern. Annika Ehrbar: „Wir haben in Grundschule und Kindergarten die Fragen gesammelt, die dann von einem Team von Theologen aus katholischer Sicht beantwortet wurden.“ Journalisten und schließlich der Bischof haben noch einmal drübergeschaut, ob alles verständlich und richtig ist. Beim Relaunch zeigte sich: Viele Fragen tauchen immer wieder auf. Der Dauerbrenner: Die Frage nach dem Unterschied zwischen katholisch und evangelisch. Sie wird im Netz zehnmal häufiger angeklickt als alle anderen Fragen.

Für wen ist die Seite geeignet?

Die Seite wurde entwickelt für Kinder von sechs bis zehn Jahren. Das bedeutet, dass sie wunderbar im Religionsunterricht oder auch in der Erstkommunionkatechese verwendet werden kann. Lehrer, Katecheten, Eltern oder Großeltern sollten ihre Kinder auf dieses Angebot hinweisen. „Hilfreich ist es, wenn man lesen kann. Aber es gibt auch eine Vorlesefunktion für die ganz Kleinen“, erklärt die Journalistin. Kindergartenkinder sollten auf jeden Fall beim Surfen betreut werden, um Fragen zu klären und die Kinder auf dem Weg zu begleiten.

Mittelfristig sind für Lehrkräfte auch Unterrichtsentwürfe zu verschiedenen Themen geplant. Es wird Arbeitsblätter geben, die derzeit von Studenten in Zusammenarbeit mit der Schulabteilung entwickelt werden. So kann man auch Religionsstunden mit Reliki gestalten.

Astrid Fleute