28.08.2020

Kleines Kulturprogramm im Diözesanmuseum

Regina und mehr ...

„Regina und mehr …“ nennt das Diözesanmuseum Osnabrück ein kleines, den aktuellen Bedingungen angepasstes Kulturprogramm. Damit soll am ersten Septemberwochenende der Namenstag der heiligen Regina gewürdigt und an die erste Osnabrücker Kulturnacht vor 20 Jahren erinnert werden.

 

„Heilige Helfer“ für Regina Niemann (rechts): Die IT-Fachfrau aus Münster war die erste Regina, der Friederike Dorner und Hermann Queckenstedt das Buchgeschenk überreichten. Foto: Diözesanmuseum Osnabrück/Hermann Pentermann

Alle Frauen, die Regina heißen, bekommen deshalb das Buch „Heilige Helfer“ geschenkt - wenn sie sich zwischen dem 5. und 13. September die kleine Sonderausstellung über den Reginenschrein anschauen. Diese geht sowohl auf den Reginenschrein als auch auf die Rolle der Heiligen in der Kirche ein und dokumentiert die Öffnung des Reliquiars 2001 in Wort und Bild. Normalerweise befindet sich der Reginenschrein im Hochaltar des Doms und konnte zuletzt vor 19 Jahren in einer Sonderausstellung von allen Seiten betrachtet werden. Im Mittelalter galt eine Pilgerreise zur heiligen Regina in den Osnabrücker Dom als hilfreich gegen Fieber, Fallsucht, verrenkte Glieder und Blindheit sowie als Dank nach schweren Geburten.

Einen ersten Probelauf startete das Museumsteam, nachdem sich Regina Niemann aus Münster zu einer persönlichen „Pilgerreise“ nach Osnabrück angemeldet hatte. Für die IT-Fachfrau ist die heilige Regina von Alesia ein Vorbild, das auch im täglichen Leben auf sie anregend wirkt. Entsprechend freute sie sich über das unerwartete Buchgeschenk, das sie in der vergangenen Woche erhielt.

Erinnert wird auch an die erste Dom-Kulturnacht am 3. September 2000. Sie lockte damals 6000 Besucher zwischen 16 und 24 Uhr ins Umfeld der Doms. Mit ihrem innovativen Konzept begründete sie die Tradition der Osnabrücker Kulturnächte, die seither von der Stadt Osnabrück koordiniert werden. Entsprechend des dezentralen Formates sollen die beiden „Dom-Kulturtage“ am 5. und 6. September neben dem Museum auch die Kathedrale, die benachbarte Kleine Kirche, den Domherrenfriedhof sowie die Gärten des Bischofshauses und des Priesterseminars einbeziehen.

Ab Samstag, 5. September, wird zudem im Diözesanmuseum und in Schaufenstern der Stadt die Ausstellung „So war‘s DDRüben“ zu sehen sein, für die Schülerinnen und Schüler zwölf Bewohner der Region zu ihren ganz persönlichen Erinnerungen an die DDR interviewt und um symbolische Objekte gebeten haben.

 

Als Programmpunkte sind geplant:

Generalvikar Theo Paul (Vortrag): Heilige und Märtyrer des 20. Jahrhunderts, Sa. um 11 Uhr

Hermann Queckenstedt (Führung): Der Domherrenfriedhof und seine Gräber, Sa. und So. um 14 Uhr

Friederike A. Dorner (Vortrag): Den Reginenschrein im Blick, Sa. und So. um 16 Uhr

Domkapitular Ulrich Beckwermert/Hermann Queckenstedt (Führung): Oasen der Ruhe – Die Gärten des Bischofs und des Priesterseminars, Sa. und So. um 15.30 Uhr

Hermann Queckenstedt (Führung im Dom): Heiligen Helfern auf der Spur. Der Osnabrücker Dom und seine Heiligen, Sa. und So. um 17 Uhr

Zu den einzelnen Angeboten ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich, E-Mail: n.domke@bistum-os.de oder Telefon 05 41/31 84 81. Ob unter Berücksichtigung der neusten Corona-Lage und -Hygieneregeln tatsächlich alle Angebote durchgeführt werden können, wird auf der Museums-Homepage zu lesen sein.