22.10.2019

Ehrendoktor für Bischof Bode und Professorin Eckholt

Besonderer Einsatz für Frauen

Wegen seines Einsatzes für Frauen in der katholischen Kirche erhält Bischof Franz-Josef Bode die Ehrendoktorwürde der Universität Luzern (Schweiz). Ebenfalls ausgezeichnet für ihr Engagement bei der Gleichberechtigung von Frauen wird Margit Eckholt, katholische Professorin für Dogmatik und Fundamentaltheologie an der Universität Osnabrück.

Beide erhalten die Ehrenpromotions-Urkunden der Theologischen Fakultät Luzern während einer Feier am 7. November.

Bischof Franz-Josef Bode
Foto: Bistum Osnabrück

Bischof Bode (68), promovierter Theologe und seit 1995 Oberhirte des Bistums Osnabrück, wurde 2013 bereits von der Universität Osnabrück mit einem Ehrendoktor der Philosophie geehrt, unter anderem „für die Förderung des ökumenischen und interreligiösen Dialogs und des Gesprächs zwischen Kirche und Gesellschaft“. Bode leitet seit 2010 die Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz und dort zugleich die Unterkommission „Frauen in Kirche und Gesellschaft“. Seinen Einsatz für die Frauen in der katholischen Kirche zeige er „mutig, beharrlich und mit großem Engagement“, betont die Universität Luzern in ihrer Begründung zur Verleihung der Ehrenpromotion. Bode setze sich mit Nachdruck für mehr Beteiligung von Frauen in der katholischen Kirche und insbesondere für einen höheren Frauenanteil in Leitungspositionen ein.

Margit Eckholt
Foto: Universität Osnabrück/Elena Scholz

Margit Eckholt, 59 Jahre alt, ist seit 2009 am Institut für Katholische Theologie der Universität Osnabrück tätig und engagiert sich seit vielen Jahren auch ehrenamtlich in der Frauenförderung. Sie habe entscheidend zur Diskussion von Fragen der Gleichstellung der Frau in der Kirche beigetragen, heißt es zur Verleihung der Ehrendoktorwürde. Eckholt war u.a. Vorsitzende der Theologischen Kommission des Katholischen Deutschen Frauenbundes und von „AGENDA - Forum katholischer Theologinnen“ und arbeitet auf internationaler Ebene vor allem mit lateinamerikanischen Theologinnen zusammen. Sie wirkte mit an der Erstellung der so genannten „Osnabrücker Thesen“, die vor zwei Jahren als Ergebnis eines ökumenischen wissenschaftlichen Kongresses verabschiedet wurden. Die Thesen stellen fest, dass sichtbare Fortschritte in der Ökumene nur zu erreichen sind, wenn Frauen in den einzelnen Kirchen Zugang zu allen Diensten und Ämtern erhalten. (kb)