15.10.2020

Weihnachtsgruß als Wertschätzung

Öffnet den Menschen die Tür

Jedes Jahr bieten die Caritas-Konferenzen im Bistum Gemeinden, Verbänden und Einrichtungen Weihnachtskarten zum Kauf an. Sie können sie verschicken an Ehrenamtliche – als Weihnachtsgruß und als Zeichen der Wertschätzung.

Monika Sewöster-Lumme präsentiert eine Karte mit vielen Botschaften: Die diesjährige Weihnachtskarte zeigt eine offene Tür zur Krippe. Ein mutmachendes Zeichen am Ende eines Jahres, in dem viele Türen geschlossen bleiben mussten. Foto: Astrid Fleute

Türen zu öffnen, das ist Monika Sewöster-Lumme und den Mitgliedern der Caritas-Konferenzen (CKD) im Bistum schon lange ein Anliegen. Mit ihren Besuchsdiensten wollen sie Türen öffnen für einsame und bedürftige Menschen in Gemeinden und Altenpflegeeinrichtungen und für Ehrenamtliche, die sich dort engagieren wollen. So führt die mehrfach ausgezeichnete „Türöffner-Inititive“ des Verbandes genau diese Menschen mit kleinen Hilfs- und Unterstützungsangeboten zusammen, verschafft Lebensqualität und Teilhabe. 

Auch die neue Weihnachtskarte der CKD möchte Türen öffnen – zum Beispiel die Tür zur Krippe. Für das Jahr 2020 kann sich die Geschäftsführerin kein passenderes Motiv vorstellen: „Aufgrund von Corona mussten für unsere Ehrenamtlichen leider viele Türen verschlossen bleiben. Diese Tür aber bleibt offen“, erklärt Monika Sewöster-Lumme.

Die Mitglieder der CKD engagieren sich in Besuchsdiensten und caritativen Hilfen wie Kleiderkammern, Gemeindecafés oder der Flüchtlingshilfe. Genau diese Aufgaben konnten in den vergangenen Monaten aber kaum wahrgenommen werden, da Heime und Krankenhäuser für Besucher geschlossen und Senioren als Risikogruppe besonders gefährdet waren. „Das tat weh, aber es tat auch gut“, erzählt Monika Sewöster-Lumme: „So konnten die Ehrenamtlichen einmal durchatmen und ein wenig an sich selbst denken, was bei vielen oft zu kurz kommt.“ 

Aufmachen bedeutet, sich aufmachen

Jetzt aber seien viele Engagierte wieder bereit, etwas zu tun. Mit Hilfe der CKD haben sie Hygienekonzepte ausgearbeitet und wollen mit ihrer Arbeit starten – „werden aber derzeit oft von den pastoralen Teams zurückgehalten“, berichtet die Sozialpägagogin. Das zermürbe, einige Ehrenamtliche seien bereits abgesprungen. Monika Sewöster-Lumme will die Gemeinden wachrütteln: „Gebt den Ehrenamtlichen die Möglichkeit, kreativ zu sein!“ Dabei gehe es auch um Wertschätzung: „Kirche hat drei Beine: Liturgie, Verkündigung und Caritas. Das wird derzeit leider zu oft übersehen.“

Die diesjährige Weihnachtskarte solle daher auch in dieser Hinsicht aufrütteln und Türen öffnen, ähnlich wie beim Adventskalender: „Aufmachen bedeutet auch, sich aufmachen“, betont sie. Seit etwa 15 Jahren entwirft die CKD jedes Jahr eine Weihnachtskarte, die von Gemeinden, Einrichtungen und Verbänden bestellt und als Weihnachtsgruß an ihre Ehrenamtlichen verschickt werden. Der Erlös kam Caritas-Projekten der Russlandhilfe zugute. 

In diesem Jahr möchte die CKD einen Teil des Erlöses selbst behalten und damit ihr 50-jähriges Jubiläum im kommenden Jahr mitfinanzieren. „Wir wollen ein kleines Projekt für die Ehrenamtlichen starten“, sagt Monika Sewöster-Lumme. Sie freut sich daher über viele Bestellungen – und damit verbunden vielleicht auch viele Möglichkeiten, Türen im Bistum wieder zu öffnen.

Astrid Fleute

Die Karten kosten 1,50  Euro/Stück (zzgl. Versandkosten) Zusätzlich wird ein Umschlag für 0,50 Euro/Stück angeboten. Karte und Umschlag sind zu 100 Prozent aus Recyclingpapier und können per E-Mail bestellt werden: 
ssteinkamp@caritas-os.de