05.06.2012

20. Juni

Adalbert von Magdeburg

Adalbert von Magdeburg

Geschichte: Adalbert, geboren in Lothringen/Frankreich, wurde um 950 Mitarbeiter der Kanzlei des Kölner Erzbischofs, dann 953 bis 958 Kanzlei-Notar beim späteren deutschen Kaiser Otto I. 959 wurde er Benediktinermönch in St. Maximin in Trier, einem der berühmtesten Klöster Deutschlands, das den Reformen von Cluny angehörte. Auf Bitten der russischen Großfürstin Olga und Empfehlung des Erzbischofs Wilhelm von Mainz wurde er 961 zum Missionsbischof geweiht und nach Kiew geschickt, wo er auf heftigen Widerstand stieß. Adalbert entrann nur knapp dem Tod und kehrte 962 zurück.

966 wurde Adalbert von Otto I. als Abt im Kloster in Weißenburg/Wissembourg im Elsass eingesetzt. Dort verfasste er eine bis 967 reichende Fortsetzung der Chronik des Regino von Prüm über die Reichsgeschichte. 968 wurde er von Kaiser Otto I. auf der Synode in Ravenna zum ersten Erzbischof des neu gegründeten Bistums Magdeburg ernannt. Das neue Erzbistum sollte Zentrum der Christianisierung der Slawen östlich der Elbe werden, ihm wurden die alten Bistümer Havelberg und Brandenburg sowie die neuen Bistümer Merseburg, Zeitz und Meißen unterstellt. Adalbert widmete sich besonders der Mission unter den Wenden. Magdeburg wurde unter seinem Episkopat zu einem der bedeutendsten kulturellen Zentren des Reiches. Er förderte die Wissenschaft und die Domschule erlebte eine Blütezeit. Zu ihren Schülern gehörte auch Adalbert von Prag.

Adalbert starb 981 während einer Visitationsreise in Zscherben bei Halle in Sachsen-Anhalt. Sein Grab ist im Dom von Magdeburg.

Herkunft des Namens: „durch Adel glänzend“ (althochdeutsch)