09.11.2012

15. November

Albertus Magnus

Albertus Magnus

Geschichte: Albertus stammte aus einer Ministerialenfamilie. 1223 trat er in Padua in den noch jungen Dominikanerorden ein, studierte und wurde 1245 zum Magister der Theologie promoviert. Später gründete er eine Ordensuniversität, aus der sich später die Kölner Universität entwickelte. Albertus förderte den Plan zum Bau des Kölner Doms, richtete Ausbildungsstätten an den Dominikanerklöstern in Straßburg, Freiburg im Breisgau und Hildesheim ein und lehrte 1243 bis 1244 an der theologischen Fakultät in Paris. Einer seiner ersten Schüler dort war Thomas von Aquin.

1254 wurde Albertus in Worms zum Provinzial der Dominikanerprovinz Teutonia gewählt. Er bereiste den Westen Europas, wanderte von Kloster zu Kloster und sorgte dafür, dass die strengen Regeln eingehalten wurden. Im Auftrag von Papst Alexander IV. übernahm er 1260 das heruntergewirtschaftete Bistum Regensburg. Zwei Jahre war er Bischof von Regensburg und warb dann 1263/64 in Böhmen und Deutschland mit Predigten für den 7. Kreuzzug. 1264 bis 1266 lehrte er in Würzburg, danach in Straßburg, bevor ihm der Papst 1269 die Rückkehr in die Ruhe des Klosters in Köln erlaubte.

Albertus war einer der ganz großen theologischen Lehrer des Mittelalters, deshalb auch „Doctor expertus“, „erfahrener Lehrer“, und „Doctor venerabilis“, „verehrungswürdiger Lehrer“, genannt. Und er war einer der ersten großen mittelalterlichen Naturwissenschaftler in den Fächern Medizin, Biologie, Chemie, Physik, Astronomie und Geografie, daher sein Ehrenname „Doctor universalis“.

Dennoch blieb er zeitlebens ein frommer Beter und ein demütiger und bescheidener Mensch. Auch als Bischof von Regensburg behielt er die Fußbekleidung eines Bauern bei und bekam deshalb auch den Kosenamen „Bischof Bundschuh“.

Herkunft des Namens: durch Adel glänzend (althochdeutsch)