03.09.2012

11. September

Alois Grimm

Alois Grimm

Geschichte: Alois Grimm trat 1907 in Feldkirch in den Jesuitenorden ein, 1918 wurde er zum Priester geweiht. Er war Lehrer und Jugenderzieher an der „Stella Matutina“, dem Gymnasium des Jesuitenordens in Feldkirch, ab 1928 am Kolleg in St. Blasien im Schwarzwald. Nach dessen Aufhebung kehrte er nach Feldkirch zurück und wirkte als Prediger und Seelsorger. Seine Kontakte zu Jugendlichen, die er über das gewaltsame Wesen des NS-Regimes aufzuklären versuchte, sowie sein offenes Kanzelwort in der Nikolauskirche waren den Nazis ein Dorn im Auge.

Zwei als Konversionsbewerber getarnte Spitzel der Gestapo missbrauchten sein Vertrauen und lieferten ihn aus. Im Oktober 1943 wurde Pater Grimm nach der Messe in der Antoniuskapelle verhaftet unter der damals üblichen Anschuldigung der „Wehrkraftzersetzung“ und zunächst ins Gestapo-Gefängnis nach Innsbruck, dann gleich weiter nach München und später nach Berlin überstellt. Im August 1944 fand die Verhandlung vor dem Volksgerichtshof statt. Er wurde er mit 24 anderen Verurteilten in Brandenburg-Görden zum Schafott geführt.

Herkunft des Namens: „der ganz Weise“ (lateinische Form von Alwis, althochdeutsch)