05.06.2012

21. Juni

Aloisius von Gonzaga

Aloisius von Gonzaga (italienischer Namen: Luigi)

Geschichte: Luigi, 1568 geborener Erbprinz des Markgrafen de Gonzaga, wurde von seiner Mutter fromm erzogen. Ab seinem zehnten Lebensjahr war er als Page am florentinischen Hof der Medici in Brescia, ab 1581 am Hof von König Philipp II. in Madrid tätig. Er lernte nicht nur die führenden Leute seiner Zeit kennen, sondern auch die Sittenlosigkeit, Brutalität und Frivolität der führenden Schicht. Aus Protest dagegen gelobte er ewige Keuschheit. Unter dem Einfluss von Kardinal Carlo Borromäus trat er 1585 seine Erbschaftsansprüche an seinen jüngeren Bruder ab und trat in Rom in den Jesuitenorden ein – gegen den Willen des Vaters, weil der in diesem Orden keine Chance sah, dass sein Sohn zu Kardinalsehren kommen könne.

In Rom, begann Aloisius sein Noviziat bei den Jesuiten, zwei Jahre später legte er seine Gelübde ab. Auch ohne Rechtstitel blieb er der bestimmende Mann in seiner Familie, dessen Autorität trotz seiner Jugend respektiert wurde, nachdem der Vater schon bald gestorben war. Luigis Noviziat wurde durch schwere familiäre Streitigkeiten und territoriale Machtkämpfe belastet, in denen er zu vermitteln suchte. In seinem Orden widmete er sich theologischen Studien, vor allem aber der Krankenpflege. In zahlreichen Briefen betrieb er Seelsorge an Jugendlichen.

Aloisius starb 1591 in Rom während einer Pestepidemie, nachdem er sich bei der Pflege von Kranken ansteckte. Er hinterließ Briefe und Schriften, die besonders für die Bildung der Jugend beispielgebend waren. Die Volksfrömmigkeit zeichnete über ihn das Bild eines keuschen Unschuldsengels, der sich nicht einmal getraut habe, seine Mutter anzuschauen und Frauen nur mit niedergeschlagenen Augen begegnet sei.

Herkunft des Namens: „der ganz Weise“ (lateinische Form von Alwis, althochdeutsch)