06.09.2012

20. September

Andreas Kim Taegon

Andreas Kim Taegon

Geschichte: Der heilige Andreas Kim Taegon (1821 bis 1846) war Koreas erster römisch-katholischer Priester. Der katholische Glauben wurde – beginnend mit dem Anfang des 17. Jahrhunderts – zunächst vor allem durch Laien nach Korea gebracht. Erst Mitte des 18. Jahrhunderts kamen die ersten Missionare nach Korea, die zu ihrer Überraschung schon Christen vorfanden.

Kim Taegon stammt aus einer koreanischen Adelsfamilie. Seine Eltern waren Konvertiten und sein Vater erlitt später aufgrund seines im konfuzianischen Korea verfolgten christlichen Glaubens den Märtyrertod. Kim studierte in einem Priesterseminar in Macao und wurde sechs Jahren später in Shanghai zum Priester geweiht. Er kehrt dann nach Korea zurück, um zu predigen und das Evangelium zu verkündigen.

Während der Joseon-Dynastie wurde das Christentum hart unterdrückt und viele Christen wurden verfolgt und hingerichtet. Kim Taegon war einer von mehreren Tausend Christen, die in dieser Periode hingerichtet wurden. Katholiken mussten ihren Glauben deshalb im Geheimen praktizieren. Kim Taegon wurde 1846 im Alter von 25 Jahren zunächst gefoltert und dann geköpft.

1925 wurde Andreas Kim Taegon selig gesprochen. Am 6. Mai 1984 sprach Papst Johannes Paul II. ihn zusammen mit 102 weiteren koreanischen Märtyrern heilig, darunter auch Paul Chong Hasang.

Herkunft des Namens: Andreas: „der Männliche, der Tapfere“ (altgriechisch)

 

 

Paul Chong Hasang

Geschichte: Der heilige Paul Chong Hasang (1795 bis 1839) gehört zu den 79 koreanischen Märtyrern, die während der Christenverfolgungen von 1838 bis 1846 den Märtyrertod erlitten. Auch seine Eltern, sein Bruder und seine Schwester starben. Er selbst war Katechet und bat in einem Brief den Papst darum, weitere Priester ins Land zu schicken. Im Winter 1836/37 half er drei Missionaren, heimlich über die Berge ins Land einzureisen. Sie arbeiteten in aller Heimlichkeit, standen um 2.30 Uhr auf, um zu wechselnden Zeiten unter extrem ärmlichen Bedingungen die Messe zu feiern.

Die Zahl der Katholiken wuchs jedoch so stark, dass es nicht länger möglich war, die Aktionen geheim zu halten. Man vermutet, dass es zu jener Zeit etwa 9000 Christen im Land gab. Die drei französischen Missionare ließen sich am 6. September 1839 gefangen nehmen, um ein Massaker und die Apostasie (Glaubensabfall) vieler zu verhindern. Sie wurden am 21. September hingerichtet. Am Tag darauf wurden auch Paul Chong und sein Freund Augustin Yu Chin-gil, der offizielle Dolmetscher des Königs, gehängt.

Herkunft des Namens: Paul: „der Kleine, der Jüngere“ (lateinisch)