08.12.2011

17. Dezember

Begga, Sturmius von Fulda

17. Dezember

Begga

Geschichte: Begga war nach der um 700 entstandenen Beschreibung ihrer Verdienste die Tochter von Pippin von Landen und Itta von Nivelles, Schwester von Bavo von Gent und von Gertrud von Nivelles. Sie wurde um 635 die Frau des fränkischen Herzogs Ansegisel, dem Sohn von Bischof Arnulf von Metz und die Mutter des Pippin von Heristal, damit Urahne von Karl dem Großen. Nach dem Tod ihres Mannes unternahm sie eine Wallfahrt nach Rom. Nach ihrer Rückkehr gründete sie mit Hilfe ihrer Schwester Gertrud und Nonnen aus Nivelles das Kloster mit den sieben Kapellen in Andenne an der Maas, die den sieben Hauptkirchen Roms entsprechen sollten. Vögel sollen ihr im Traum den Platz gezeigt haben. Begga starb vermutlich am 17. Dezember 694 und wurde in ihrem Kloster in Andenne bestattet. Um 1085 entstand ihre – historisch wertlose – Lebensgeschichte. Eine Legende stellt die schon seit dem 15. Jahrhundert oft falsch geäußerte Meinung dar, Begga sei als Stifterin des Beginenwesens anzusehen.
Herkunft des Namens: althochdeutsch „die Glänzende“

 

 

Sturmius von Fulda

Geschichte: Sturmius, um 710 aus bayerischem Adel geboren, lernte Bonifatius bei dessen erstem Aufenthalt in Bayern kennen. Bonifatius nahm ihn mit nach Fritzlar, wo er im Kloster von Abt Wigbert ausgebildet und in die Welt der Bibel ebenso eingeführt wurde wie in mönchisches Leben. Sturmius wurde als Bonifatius‘ Lieblingsschüler bezeichnet. Wohl 739 wurde er zum Priester geweiht. Zunächst wirkte er als Missionar, dann lebte er drei Jahre lang als Einsiedler, bis Bonifatius ihn mit der Missionsarbeit in Hessen beauftragte.
In einer um 700 bei den Sachseneinfällen völlig verwüsteten Gegend errichtete Sturmius 744 im Auftrag von Bonifatius mit sieben Gefährten ein Kloster an der Fulda, dessen Abt er wurde. Nach dem Tod von Bonifatius überführte Sturmius 754 den Leichnam des Ermordeten in die Domkrypta des Klosters. Die Reliquien brachten dem Kloster hohe Aufmerksamkeit und große Schenkungen ein. Damit war die Grundlage für das Wachstum gelegt, aus dem später die Stadt Fulda entstand.
Sturmius pflegte gute Kontakte zum Königshof. Karl der Große beauftragte ihn mit Gesandtschaften, bestätigte 773 die Rechte des Klosters, garantierte 774 freie Abtswahl und Immunität. 779 begleitete Sturmius König Karl auf dessen Feldzug gegen die Sachsen. Er kehrte krank zurück, bald darauf starb er und wurde neben Bonifatius beigesetzt.
Herkunft des Namens: althochdeutsch „der Stürmische“