18.10.2012

30. Oktober

Bernhard Schwentner

Bernhard Schwentner

Geschichte: Bernhard Schwentner wurde 1914 zum Priester geweiht. Im Ersten Weltkrieg war er Militärpfarrer. Ab 1924 studierte er in Rom und promovierte zum Doktor der Philosophie und des kanonischen Rechts. Ab 1927 wirkte er als Pfarrer und nebenamtlicher Garnisonspfarrer in Neustrelitz und war Vorsitzender der Priesterkonferenzen für Mecklenburg. Trotz seiner nationalen und militärfreundlichen Einstellung stellte er sich schließlich kritisch gegen den Nationalsozialismus, vor allem weil ihm die Seelsorge an polnischen Zwangsarbeitern sehr erschwert wurde. Oft verkehrte er in den Kreisen von Offizieren im Fliegerhorst, bis er gerade aus diesem Kreis 1944 bei der Gestapo angezeigt und vom Volksgerichtshof wegen „Wehrkraftzersetzung“ zum Tod verurteilt wurde. Das Urteil wurde durch Enthauptung vollstreckt.

Die Urne mit Bernhard Schwentners Asche wurde zunächst in Brandenburg an der Havel beigesetzt und 1949 nach Neustrelitz überführt. Vor der katholischen Kirche der Stadt erinnert seit 1965 ein Denkmal an ihn, das nun seine Urne birgt, außerdem ist eine große Straße nach ihm benannt.

Herkunft des Namens: „der Bärenstarke“ (althochdeutsch)