31.10.2012

13. November

Carl Lampert

Carl Lampert

Geschichte: Carl Lampert wurde 1918 in Brixen zum Priester geweiht. Er war dann als Kaplan in Dornbirn tätig, ab 1930 in Rom und ab 1935 in Innsbruck, wo er 1939 zum Provikar bei der apostolischen Administratur ernannt wurde.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Österreich wurde mehrfach in „Schutzhaft“ genommen, schließlich im August 1940 ins Konzentrationslager Dachau gebracht, zeitweise auch ins KZ Sachsenhausen. Nach einem Jahr wurde er entlassen und unter Zwang nach Stettin gebracht. Im Februar 1943 wurde Lampert erneut verhaftet und im Dezember 1943 wegen „Feindbegünstigung“, „Rundfunkverbrechen“ und „Wehrmachtzersetzung“ zum Tod verurteilt.

Nach seiner Verlegung ins Gefängnis in Torgau gab es im Juli 1944 einen weiteren Prozess mit Todesurteil, schließlich im September 1944 einen Schauprozess, bei dem er zusammen mit dem Kaplan Herbert Simoleit und dem Oblatenpater Friedrich Lorenz zum dritten Mal zum Tod verurteilt wurde. Zur Hinrichtung wurde er nach Halle gebracht und dort zusammen mit den beiden anderen Priestern durch das Fallbeil hingerichtet. Provikar Carl Lampert war der ranghöchste Vertreter der katholischen Kirche, der von den Nationalsozialisten hingerichtet wurde.

Herkunft des Namens: „der Tüchtige“ (althochdeutsch)