06.09.2012

16. September

Cornelius

Cornelius, Bischof von Rom

Geschichte: Cornelius, Sohn einer vornehmen römischen Familie der Cornelier, wurde im Jahr 251 zum Bischof von Rom gewählt – während einer kurzen Ruhephase der Christenverfolgung durch Kaiser Trajanus Decius. Cornelius errang die Mehrheit gegen eine starke Minderheit des römischen Klerus um den Priester Novatian. Dieser warf ihm vor, dass er sich bei der Verfolgung unter Decius gegen Geld eine Bescheinigung verschafft habe, das er den Göttern geopfert habe. Deshalb habe Cornelius kein Recht, Bischof zu sein. Drei süditalienische Bischöfe weihten Novatian zum Gegenbischof.

Zum endgültigen Bruch und damit zur vermutlich ersten Kirchenspaltung führte die Frage, wie mit den Christen umgegangen werden solle, die unter dem staatlichen Druck von Decius aus Angst ihren Glauben verleugnet hatten. Novatian lehnte eine Wiederaufnahme der Abgefallenen ab, Cornelius aber vertrat eine milde Haltung. Auf einer Synode in Rom im Herbst 251, an der 60 Bischöfe teilnahmen, wurden Novatian und seine Anhänger exkommuniziert (Novatianisches Schisma).

Cornelius baute die Hierarchie der Kirche aus und war ein guter Bekannter des Cyprian, der ihn gegen die Angriffe des Novatian unterstützte. Unter Kaiser Trebonianus Gallus wurde er 253 nach Centumcellae (Civitavecchia) in Exil geschickt, wo er auch starb.

Cornelius gehört zusammen mit den Heiligen Quirinus, Hubertus und Antonius zu den Vier heiligen Marschällen Gottes.

Herkunft des Namens: „stark wie ein Horn“ (lateinisch) oder: „aus dem altrömischen Geschlecht der Cornelier“ (lateinisch)