03.07.2012

Heinrich Silies ist neuer Domdechant

Der dritte „Heinrich" in Folge

Mit einer Vesper und einem Empfang ist jetzt Domdechant Heinrich Plock in den Ruhestand verabschiedet worden. Seine Nachfolge übernimmt Domkapitular Heinrich Silies. Als Domdechant steht der 70-Jährige künftig an der Spitze des Domkapitels. Damit ist er quasi „Hausherr“ des Doms.

 

Bischof Franz-Josef Bode verabschiedete Domdechant
Heinrich Plock (Mitte) in den Ruhestand und ernannte
Domkapitular Heinrich Silies (rechts) zum Nachfolger.
Foto: Hermann Haarmann

In seiner Predigt würdigte Bischof Franz-Josef Bode die Verdienste von Heinrich Plock. Er „hinterlässt Spuren, die unser Bistum nachhaltig prägen“, sagte Bode. Neben seinen offiziellen Aufgaben in Priesterausbildung, Liturgie und Ökumene sei Plock auch geistlicher Begleiter etwa für viele Ordensschwestern gewesen. Plock sei „sensibel, kompetent, zurückhaltend, aber deutlich und klar“, lobte Bischof Bode. Bode zeichnete das Bild eines Menschen, der fest verwurzelt in der katholischen Kirche mit einer großen Weite und Güte handelt. „Dein Liturgieverständnis war nie Rubrizismus“, also kein bloßes Umsetzen von Regeln. Plock sei es um den angemessenen Gottesdienst gegangen, der sich im Sinne des Konzils durch lebendige Teilhabe auszeichnet.

„Tief im Katholischen verwurzelt zu sein, widerspricht nicht der Offenheit und Weite“, die für den ökumenischen Dialog wichtig sei, betonte Bode mit Blick auf Plocks Einsatz als Ökumenebeauftragter des Bistums. Der Bischof erinnerte auch an die großen Projekte, die in Plocks Domdechanten-Zeit fielen: Um- und Neubau von Diözesanmuseum, Forum am Dom und Domchorraum. Nun wird es ruhiger für den 75-Jährigen: „Gönne dir eine gute Zeit!“, wünschte der Bischof dem scheidenden Domdechanten für den Ruhestand.

Heinrich Silies wird am 23. September als Domdechant eingeführt. Silies ist seit elf Jahren Mitglied des siebenköpfigen Domkapitels. Er stammt gebürtig aus Emsbüren-Berge und war unter anderem in Esterwegen, Lingen, Nordhorn und Bawinkel als Priester tätig. Von 2000 bis 2008 war er Personalreferent des Bistums. (uwa)