06.09.2011

Erinnerungen an ein blühendes Dorf

Die Gedenkstätte für Alt-Wahn

 

Was es zu sehen gibt:
Spuren des vor über 1000 Jahren erbauten Hümmlingdorfes Wahn. Am 1. April 1941 ist die Gemeinde offiziell aufgelöst worden. Die Nationalsozialisten wollten den Kruppchen‘s Schießplatz erweitern, Wahn wurde deshalb dem Erdboden gleichgemacht. 1007 Einwohner mussten ihre Häuser verlassen und neu anfangen. Drei Heimatvereine und viele Bürger wollen die Dorfstelle wieder freilegen und einen 1,8 Kilometer langen Rundweg einrichten. Straßen, Überreste einiger Hofstellen und die Fundamente der St.-Antonius-Kirche sind schon wieder zu erkennen.

Warum es sich lohnt:
Wer die Dorfstätte besucht und unter mächtigen Eichen über das alte Kopfsteinpflaster geht, wandert auf geschichtsträchtigem Boden. Texttafeln, Bilder und ein Modell geben Auskunft über das früher blühende Dorf und seine Menschen. „Die Mauern wurden eingeebnet, aber Wahn lebt, solange Wahner leben“, steht auf einer Bronzetafel. Im Juni jedes Jahres findet ein Treffen der Alt-Wahner mit einem Gottesdienst und Gräbersegnung statt. Alt-Wahn ist ein „Denkmal“.

 

Öffnungszeiten:
Das Areal ist immer zugängig. Zu beachten ist, dass die Durchfahrtstraße zeitweilig wegen des Schießbetriebes der Erprobungsstelle gesperrt ist.

Kosten:
Der Besuch kostet nichts.

Wie man dorthin kommt:
Alt-Wahn liegt etwa auf halber Strecke zwischen Sögel und Lathen an der Landesstraße 53, bei der Einmündung der Hauptstraße aus Renkenberge.

Weitere Infos:
www.wahn-use-olde-heimat.de

Ausflugstipps in der Nähe:
Nur wenige Kilometer entfernt liegen das Jagdschloss Clemenswerth, die Hüvener Mühle und das Batakhaus in Werpeloh.