15.06.2012

25. Juni

Dorothea von Montau

Dorothea von Montau

Geschichte: Dorothea, geboren 1347 in Groß-Montau/Polen, war das siebte von neun Kindern eines aus Holland eingewanderten wohlhabenden Bauern. Schon als Kind hatte sie ungewöhnliche Eingebungen und fühlte sich zu harter Buße getrieben. Der vermögende Schwertfeger Adalbert in Danzig, schon über 40 Jahre alt, heiratete 1363 die 16-jährige Dorothea. Sie wurde Mutter von neun Kindern, von denen allerdings nur eine Tochter überlebte, die später Nonne in Kulm wurde.

Kurz nach der Hochzeit hatte Dorothea weitere religiöse Visionen. Ihr Mann versuchte, seiner Frau die ihm unbegreifliche Frömmigkeit auszutreiben, hatte aber keinen Erfolg. Mit Zustimmung ihres Mannes schloss sich Dorothea 1389 einem Danziger Pilgerzug nach Rom an, auch um auf den Spuren ihres Vorbildes Birgitta von Schweden zu wandeln. Während ihrer Abwesenheit starb ihr Gatte. 1390 verschenkte sie ihre Habe, ab 1393 lebte sie als Reklusin im Dom in Marienwerder, wo sie sich ganz ihren Visionen, dem täglichen Kommunionempfang und der Tröstung Ratsuchender hingeben konnte. Dorothea starb am 25. Juni 1394, sie wurde im Dom in Marienwerder bestattet.

Günter Grass beschrieb das Leben der Dorothea von Montau aus der Sicht ihres verbitterten Ehemanns in seinem Roman „Der Butt“.

Herkunft des Namens: „Gottes Geschenk“ (griechisch)