07.05.2012

Bilder von der Renovabis-Eröffnung im Bistum Osnabrück

Eine Zukunft für russische Kinder

Immer zu Pfingsten macht die Solidaritätsaktion Renovabis auf die Situation der Menschen in Osteuropa aufmerksam. In diesem Jahr stehen die Kinder im Mittelpunkt. Eröffnet wurde die Aktion im Bistum Osnabrück. Foto-Eindrücke vom Bühnenprogramm, vom großen Sponsorenlauf und vom Pontifikalgottesdienst im Dom.

„Drei, zwei, eins ... und los!“ Die Pistole raucht, als Generalvikar Theo Paul den Startschuss gibt und damit den großen Renovabis-Sponsorenlauf eröffnet. 332 Läufer drehen ihre Runden um das Marienheim in Sutthausen. Wegen des Regenwetters weniger Teilnehmer als erwartet – was sich jedoch nicht auf Stimmung und Motivation auswirkt. Der Marathonläufer ist ebenso dabei wie Kinder und Jugendliche, wie der Familienvater mit Kleinkind auf der Schulter, die Ordensfrau und die spazierende Seniorin. Verlaufen kann sich niemand, denn die einen Kilometer lange Strecke ist mit Luftballons markiert. Pro Runde gibt es Geld von Sponsoren, einige Läufer finanzieren auch sich selbst. Jede gelaufene Runde wird von Helfern mit einem Strich auf der Rückennummer vermerkt.

Bischof Clemens Pickel aus dem Bistum Saratow in Russland feuert die Läufer am Streckenrand an und klopft einigen auf die Schulter. Es ist der erste Sponsorenlauf, den er miterlebt. „Wenn ich sehe, wie viele Kinder und Jugendliche mitlaufen für die gute Sache – das habe ich nicht erwartet“, sagt er begeistert. Der Erlös, insgesamt gut 10 000 Euro, ist für Kinder in Russland bestimmt. Seit 2009 gibt es in Osnabrücks Partnerbistum St. Clemens sechs Kinderzentren, die von der Caritas und privaten Spendern finanziert werden. Jeweils 120 Kinder werden dort betreut. Sie erleben zum ersten Mal Familie, Vertrautheit und was es heißt, geliebt und gefördert zu werden. Allein eines dieser Zentren koste im Monat rund 2700 Euro, sagt Bischof Pickel. „Deshalb sind wir auf jede Spende angewiesen.“

Mit 500 Euro ist auch der Kirchenbote dabei. Die Mitarbeiter haben ihre sportlichen Kollegen Andrea Kolhoff, Dirk Friederich, Lisa Koch und Daniel Gerber gesponsert und einen entsprechenden Scheck gleich an Renovabis überreicht.

Ottmar Steffan, Caritas-Fachreferent für weltkirchliche Arbeit in Mittel- und Osteuropa, freut sich vor allem über ein Kompliment der Renovabis-Mitarbeiter: „Sie haben das Bistum und die Caritas für die gute Zusammenarbeit gelobt und versprochen, gern wiederzukommen.“ (at)
 

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Fotos: Thomas Osterfeld/Jörg Sabel