11.01.2017

Bistum Osnabrück legt Haushalt 2017 vor

Es bleibt beim moderaten Sparkurs

Der Osnabrücker Finanzdirektor Joachim Schnieders hat den Haushalt des Bistums für 2017 vorgestellt. Auch wenn die Wirtschaftslage stabil ist, wird das Geld nicht mit vollen Händen ausgegeben.

Wenn sich die Finanzexperten im Bischöflichen Generalvikariat Gedanken über die Haushaltslage machen, gucken sie anderen in die Karten, zum Beispiel dem Arbeitskreis Steuerschätzung beim Finanzministerium. Das Team um Finanzdirektor Joachim Schnieders muss die Entwicklung der Wirtschaftslage beurteilen. Die Kirchensteuer bemisst sich nach dem Einkommen. Sind viele Menschen in Beschäftigung, hat das positive Auswirkungen auf das Kirchensteueraufkommen.

Der Arbeitskreis Steuerschätzung erwartet einen Zuwachs der Kirchensteuer um mehr als fünf Prozent. Da schüttelt Schnieders nur den Kopf, die Prognose erscheint ihm zu optimistisch. Immerhin seien solche Schätzungen im Wahljahr 2017 sicherlich auch politisch motiviert. Der überwiegende Anteil aller Ausgaben muss durch Kirchensteuermittel finanziert werden, Schnieders will mit nicht mehr als 1,4 Prozent Zuwachs rechnen.

„Das Bistum arbeitet seit Jahrzehnten mit einem moderaten Sparkurs“, so Schnieders. „Der bewirkt, dass wir mit relativer Sicherheit davon ausgehen können, auch in Zukunft die hohe Qualität unserer Arbeit in allen Bereichen gewährleisten zu können.

170,1 Millionen Euro umfasst das Haushaltsvolumen, fast ein Drittel des Geldes ist für die Bedürfnisse der Kirchengemeinden bestimmt. Sie erhalten für ihre seelsorglichen Aufgaben, insbesondere auch für das pastorale Personal und für Investitionen rund 53,7 Millionen Euro. Größter Kostenpunkt ist der Bau eines Gebäudetrakts am Gymnasium Marianum in Meppen. Für 8,5 Millionen Euro entsteht dort bis Herbst 2017 ein Gebäude für die Naturwissenschaften samt Einrichtung. Hierfür greift das Bistum auf seine eigens gebildeten Rücklagen zurück. Darüber hinaus wurden die Schlüsselzuweisungen für die Gemeinden um drei Prozent angehoben.

Wie in den Vorjahren erhalten die Gemeinden in diesen Tagen ein Faltblatt, in dem der Haushalt übersichtlich dargestellt ist. (pe/nv)

Weitere Einzelheiten unter www.bistum-osnabrueck.de/finanzen