29.08.2011

Ausflugstipps

Für Sie entdeckt

Ferien zuhause – dass das mindestens genau so schön sein kann, wie in die weite Welt zu reisen, da sind sich alle Kirchenboten-Mitarbeiter einig. Warum? Weil es im Bistum Osnabrück so viele spannende und schöne Orte zu entdecken gibt – auch in Ihrer Nähe! In unserer Serie stellen wir Ihnen die besten (Geheim-)Tipps vor.

„Bentheimer Gold“: Das Sandsteinmuseum neben der Burg

Was es zu sehen gibt:
Bad Bentheim ist die Stadt des Sandsteins. Überall trifft man hier auf diesen Stein – als Fels, im Pflaster, bei Gebäuden. Das Museum zeigt in einem Ackerbürgerhaus Exponate, Modelle, Bilder, Texte und Computerprogramme zur Geologie und zur 800- jährigen Geschichte des „Bentheimer Golds“.

Warum es sich lohnt:
Eine 17 Kilometer lange Fahrradtour führt vom Museum zu den bemerkenswerten Orten des Bentheimer Sandsteins rund um Bad Bentheim und Gildehaus: mit Stationen bei den jüdischen Friedhöfen in Bentheim und Gildehaus, der Freilichtbühne und einem Steinbruch in Gildehaus. Eine Routenbeschreibung gibt es im Museum.

Öffnungszeiten:
April bis Oktober von 14 bis 18 Uhr, November bis März von 14 bis 17 Uhr, montags geschlossen. Auf Anmeldung für Gruppen auch außerhalb der Öffnungszeiten, Telefon 0 59 22/99 42 77.

Kosten:
Erwachsene: 2 Euro, Schüler: 50 Cent.

Wie man dorthin kommt:
von der Rheiner Straße in die Funkenstiege (Nr. 5) einbiegen. Das Museum ist neben dem Schlosspark, wo sich auch kostenfreie Parkplätze befinden.

Verpflegung:
Cafés und Restaurants im Stadtkern.

Ausflugstipps in der Nähe:
ein Rundgang durch die Burg Bentheim.

 
 

Nordischen Tieren ganz nah: der Zoo am Meer in Bremerhaven

Was es zu sehen gibt:
einen kleinen Themenzoo für wasserbezogene und nordische Tiere. Der Zoo am Meer hat Scheiben, die bis zum Boden reichen, eine bunte Kinderbeschilderung, Mitmachtafeln, naturnahe Biotopanlagen, einen Abenteuerspielplatz mit Blick auf das Meer, Kaninchen und Meerschweinchen zum Streicheln und viele Tiere zum Beobachten. Mehr

Warum es sich lohnt:
Der Zoo mit seiner Zooschule vermittelt jede Menge Wissen: über die Vielfalt der Tierwelt, über biologische und ökologische Zusammenhänge oder über bedrohte Tierarten. Geburtstagskinder – je nach Alter und Interesse – können aus mehreren Angeboten wählen, sie dürfen zum Beispiel Seerobben füttern. Jugendliche haben die Möglichkeit, ein Freiwilliges Ökologisches Jahr zu absolvieren. Infos unter Telefon 04 71/30 84 10.

Öffnungszeiten:
April bis September täglich von 9 bis 19 Uhr, März und Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr und von November bis Februar täglich von 9 bis 16.30 Uhr.

Kosten:
Erwachsene 8,50 Euro, Kinder (4-14 Jahre) 5 Euro, Schüler/Studenten 6 Euro, Familientageskarte 21 Euro, Hund (an der kurzen Leine) 1 Euro.

Wie man dorthin kommt:
Mit dem Auto die A 27, Abfahrt Bremerhaven-Mitte nehmen, den Straßenschildern Seebäderkaje/Zoo Havenwelten folgen. Der Zoo liegt am Weserdeich. Parkplätze gibt es direkt gegenüber. Die Bahn fährt vom Bremer Hauptbahnhof alle 21 Minuten. Ab Hauptbahnhof Bremerhaven fährt der Stadtbus: die Linien 502, 505, 506, 508, 509 bis zur Haltestelle Havenwelten, über die Columbusstraße zum Deich, dann rechts in die H.-H.-Meier-Straße.

Verpflegung:
Der Zoo am Meer bietet ein Restaurant mit Blick auf den Abenteuerspielplatz. Man kann aber auch auf den vielen Bänken am Deich picknicken.

Ausflugstipps in der Nähe:
Nur wenige Meter entfernt steht das Klimahaus Bremerhaven. Dort können Besucher eine ungewöhnliche Reise um die Welt unternehmen, entlang des achten östlichen Längengrades, auf dem Bremerhaven liegt. Näheres unter www.klimahaus-bremerhaven.de

 

 

Große Gruben graben im Baggerpark in Haren

Was es zu sehen gibt:
Im Baggerpark Emsland in Haren an der Ems können Besucher mit einem echten Bagger Sand schaufeln: vom 1,5-Tonnen- bis hin zum 21-Tonnen-Bagger. Außerdem gibt es Wett- und Geschicklichkeitsbaggern, Baggerwettbewerbe und Geländefahrten mit „Quads“.

Warum es sich lohnt:
Einmal einen 21-Tonnen- Bagger in seiner Gewalt zu haben, ist schon ein großartiges Erlebnis. Wer will, kann im Baggerpark sein „Baggerdiplom“ machen. Und mal ehrlich, wer will nicht „Baggerkönig“ werden?

Öffnungszeiten:
Bis November hat der Baggerpark täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Gruppenprogramme, Familien- und Betriebspartys ab sechs Personen können individuell abgesprochen werden.

Kosten:
Baggern kann jeder ab sechs Jahren mit dem Minibagger (1,5 Tonnen). Es gibt Grundpreise, Schnupperangebote und die Möglichkeit, das Bagger-Diplom zu machen. Die Preisübersicht finden Sie hier

Wie man dorthin kommt:
Mit dem Auto über die A 31, Abfahrt Wesuwe, dann rechts, nach rund einem Kilometer links in die Wittenberger Straße 10.

Verpflegung:
In unmittelbarer Nähe gibt es ein Restaurant.

Ausflugstipps in der Nähe:
Fast nebenan liegt das Ferienzentrum Schloss Dankern.

 

 

Pflanzenwelt zum Ertasten - im Blindengarten Bremen

Was es zu sehen gibt:
In dem etwa 1600 Quadratmeter großen Blindengarten gibt es mehr als 500 verschiedene Pflanzenarten. Sie sind in mehrere Erlebnisbereiche unterteilt, beispielsweise in Pflanzen mit rauen und glatten Blättern oder in Pflanzen mit aromatischen Blüten und Blättern. Beschriftet sind die Pflanzen in der Blindenpunktschrift Braille.

Warum es sich lohnt:
Der von Spendengeldern finanzierte Garten ist auf die Bedürfnisse blinder und sehbehinderter Menschen ausgerichtet. Aber auch erholungssuchende Familien finden dort ein schönes Plätzchen zum Riechen, Erfühlen und Ertasten einzelner Pflanzenarten. Vor allem für Kinder ist es interessant, ihre Sinnesorgane zu testen.

Öffnungszeiten:
1. März bis 31. Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr; Führungen dauern etwa 60 bis 90 Minuten und können unter Telefon 04 21/62 59 55 angemeldet werden (1,50 Euro pro Person).

Wie man dorthin kommt:
Der Blindengarten, Raschenkampsweg/Ecke Ulenweg, ist günstig mit der Bahn zu erreichen: Vom Bremer Hauptbahnhof fährt alle 30 Minuten die Regionalbahn nach Bremen-Vegesack. Von der Haltestelle St. Magnus sind es noch 150 Meter zu Fuß.

Verpflegung:
Wer einen Picknickkorb für die Familie gepackt hat, findet Bänke zum Ausruhen und auch eine überdachte Sitzgruppe zum Vespern.

Ausflugstipps in der Nähe:
An den Blindengarten schließt sich Knoops Park an, ein wunderschöner und gepflegter Landschaftspark, der sich bis zur Lesum erstreckt. In der Nähe ist auch ein Kinderspielplatz. Näheres unter www.foerderverein-knoops-park.de

 

 

Die Bifurkation – ein besonderes Naturerlebnis bei Melle-Gesmold

Was es zu sehen gibt:
Von einer Brücke aus sieht man zwei Flüsse, die sich teilen. Von der Hase zweigt die Else ab. Daneben gibt es Wasserspiele für Kinder und ein Wassertretbecken, außerdem Infotafeln über die Natur. Mehr unter www.bifurkation.de

Warum es sich lohnt:
Das Naturereignis kommt eher unspektakulär daher. Während die Hase über die Ems in die Nordsee fließt, erreicht die Else zunächst die Werre, dann die Weser. Weil eine solche Teilung eines Flusses weltweit aber nur wenige Male vorkommt, lässt sich ein Besuch der Bifurkation in die Rubrik „Mit eigenen Augen gesehen“ einordnen.

Öffnungszeiten:
Der Zugang ist nicht beschränkt. Tageslicht sollte vorhanden sein; Sonnenschein ist keine unbedingte Voraussetzung, aber von Vorteil. Bei Regen nimmt der Spaßfaktor erheblich ab.

Wie man dorthin kommt:
Wer auf das Auto angewiesen ist, fährt am besten über die Autobahn 30. Im Navigationsgerät „Melle, Allendorfer Straße 55“ eingeben. Vom Parkplatz (mit Toilettenanlage) sind es zu Fuß etwa fünf Minuten. Wer mit dem Rad kommt, kann anschließend noch gut ausgebaute Wege befahren.

Verpflegung:
Am Zielort steht eine Grillhütte. Anmeldung unter Telefon 0 54 22/56 30. Das Gasthaus „Zur Bifurkation“ hat ein Angebot unter www.gasthaus-zur-bifurkation.de Die Stadt Melle ist wenige Kilometer entfernt.

 

 

 

Die Klosterkirche in Lilienthal

Was es zu sehen gibt:
Eine idyllisch gelegene einschiffige gotische Klosterkirche, deren Westfassade ein Schmuckstück der Backsteingotik ist. Der Dachreiter weist darauf hin, dass dort eine Zisterzienserinnenabtei stand. Der Name kommt von der Lilie als Symbol der Reinheit der Jungfrau Maria.

Warum es sich lohnt:
Wegen der Ökumene: Mitte des 13. Jahrhunderts vom Bremer Erzbischof Gerhard von der Lippe zum Andenken an seinen Bruder errichtet, enthält die Kirche noch Freskenreste aus katholischer Zeit, unter anderem ein Abendmahl, eine Kreuzigung, eine Grablegung Jesu und den Rest eines Christopherus. Außerdem sind zwei Grabplatten von Äbtissinnen zu sehen. Die Ordensfrauen hielten nach der Reformation zunächst treu zur katholischen Kirche. Erst 1604 waren alle lutherisch. Das Kloster wurde 1646 von den Schweden aufgelöst.

Öffnungszeiten:
Die Kirche kann von Mai bis Oktober kostenlos besichtigt werden: mittwochs, samstags und sonntags von 10 bis 12 und von 15 bis 17 Uhr. Wer zu einer anderen Jahreszeit kommen möchte: In der Gästeinformation Lilienthal gibt es den Schlüssel. Gruppen sollten sich unter Telefon 0 42 98/92 91 18 anmelden.

Wie man dorthin kommt:
Mit dem Zug bis Bremen-Hauptbahnhof und von dort mit dem Bus und der Straßenbahn bis Lilienthal. Anreise mit dem Auto: Autobahn A 1 bis Bremer Kreuz, dann A 27 Richtung Bremerhaven, Abfahrt Horn-Lehe, Hinweisschildern nach Lilienthal folgen. In Lilienthal am Hinweis nach rechts zur Klosterkirche abbiegen.

Verpflegung:
Direkt neben der Kirche liegt der Klosterhof, zur anderen Seite ein Café mit Bocciabahn auf dem Murkenshof, ehemals Standort der Äbtissinnenresidenz. Unter dem Rathaus gibt es einen Weinkeller – letzter Rest des 1692 abgerissenen Klosters.