06.01.2012

13. Januar

Hilarius

Hilarius von Poitier

Geschichte: Hilarius, geboren um 315 und vermutlich im Verwaltungsdienst tätig, wurde im Jahr 345 getauft. Um 350 zum Bischof von Poitier geweiht und 356 als Gegner der Irrlehre des Arius nach Phrygien verbannt, konnte er 360/61 in sein Bistum zurückkehren. Hilarius war einer der großen Bischöfe des 4. Jahrhunderts, die die Grundlagen für das christliche Denken im Westen schufen. Als Verteidiger der Rechtgläubigkeit gegen den sich auf die kaiserliche Macht stützenden Arianismus verfasste er zahlreiche Schriften und wurde zum Pionier christlicher Literatur – mit starker Wirkung auf das mittelalterliche Denken und noch auf einige Reformatoren des 16. Jahrhunderts. Vor allem lehrte er die Vereinbarkeit von Glauben und Vernunft. Aus dem gemeinsamen Leben des Hilarius mit seinen Mitbrüdern entstanden die ersten klösterlichen Gemeinschaften Galliens.
Hilarius gilt auch als der erste Hymnendichter der lateinischen Kirche. Er starb Anfang des Jahres 367; nach alter Überlieferung bestattete man ihn am 13. Januar. Sein Grab befindet sich im Dom von Parma.
Darstellung: im Bischofsornat mit Schlangen und Drachen
Herkunft des Namens: lateinisch „heiter, fröhlich“