07.08.2012

Besuch aus den nordischen Ländern

Hilfe in extremer Diaspora

Wenn einer schwedisch spricht, verstehen ihn fast alle: Die Dänen, die Isländer, die Norweger und (die meisten) Finnen. Die verwandte Sprache ist nicht das einzige, was die Katholiken im Norden verbindet. Priester und Ordensleute waren jetzt in Osnabrück und Bremen zu Besuch.

Zwischen Dänemark und Island leben die Katholiken in extremer Diaspora. Sie sind auf dem Weg von einer Missionarskirche zu einer Kirche, die aus eigener Kraft mit einheimischen Seelsorgern funktioniert.  Und gerade in den nördlichsten Gebieten,  wo man noch vor Jahren keinen Katholiken finden konnte, wächst die katholische Kirche. Das bedeutet große Herausforderungen für alle, die als Priester, Diakone oder Ordensleute im Norden tätig sind.

Einmal im Jahr trifft sich die Nachwuchs-Generation in einem anderen Land. Dabei sind Theologiestudenten, junge Ordensfrauen, frisch geweihte Priester. Von ihren Studienorten Oxford, Upsala oder Rom, aus Rejkjavik oder Oslo kommend landeten sie zuerst in Hamburg und besuchten dann Bremen und Osnabrück. „Das Treffen wird von den Studenten selbst organisiert“, sagt Jesper Fich, Regens in Kopenhagen. „Es ist wohl typisch skandinavisch, dass wir so etwas nicht hierarchisch angehen“.

„Dieses Treffen ist für uns wichtig und ein sehr schönes Erlebnis“, sagt die Benediktinerin Maria Lioba. Aus den Kontakten der Treffen erwächst ein Zusammenhalt, der ein Leben lang halten kann. Ein Bindeglied der Kirche im Norden ist auch das Ansgarwerk der Bistümer Osnabrück und Hamburg. Das Werk unterstützt den Norden. Denn trotz ihrer Entwicklung sind sie auf finanzielle Hilfe von außen angewiesen. Auch das nordeuropäische Nachwuchstreffen wird vom Ansgarwerk gesponsert. Und diesmal waren die Norddeutschen zusätzlich als Gastgeber und Reiseführer aktiv. Die Domkapitulare Ansgar Lüttel (Osnabrück) und Nestor Kuckhoff (Hamburg) sowie Veronika Pielken (stellvertretende Vorsitzende) zeigten den Gästen Sehenswertes aus der katholischen Kirche ihrer Bistümer.

Andreas Hüser

Informationen über das Ansgarwerk der Bistümer Osnabrück und Hamburg gibt es hier.